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Corona in Bayern: Vier Orte überschreiten Frühwarnwert | BR24

© dpa-Bildfunk/Karl-Josef Hildenbrand

Coronavirus - Abstrich für Coronatest

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    Corona in Bayern: Vier Orte überschreiten Frühwarnwert

    Drei Städte und ein Landkreis haben laut LGL den Corona-Frühwarnwert überschritten: Memmingen, Ingolstadt, Rosenheim und Weißenburg-Gunzenhausen. In Memmingen handelt es sich bei den Neuinfizierten vorwiegend um Reiserückkehrer aus Risikogebieten.

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    Laut der Website des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) haben drei Städte und ein Landkreis aktuell den Corona-Frühwarnwert überschritten: Memmingen, Ingolstadt, Rosenheim und Weißenburg-Gunzenhausen.

    Reiserückkehrer in Memmingen Grund für Überschreitung

    Memmingen hat den Corona-Warnwert von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche überschritten. Das hat die Stadt heute mitgeteilt. Der 7-Tage-Inzidenz-Wert liege aktuell bei 38,76.

    Bei den Neuinfizierten handelt es sich nach Angaben der Stadt vorwiegend um Reiserückkehrer aus Risikogebieten. Diese seien aber ohnehin in häuslicher Quarantäne isoliert. Da es sich um einen eng umgrenzten Personenkreis handelt, hat die Überschreitung des Warnwerts keine Konsequenzen für die Allgemeinheit. Gleichwohl erlässt die Stadt für Rückkehrer aus Risikogebieten eine Allgemeinverfügung, die festlegt, dass sich in Memmingen ab sofort alle Rückkehrer aus Risikogebieten direkt in häusliche Isolation begeben müssen, unabhängig davon, ob sie ein negatives Testergebnis mitbringen oder nicht. Zudem müssen sie sich nach einigen Tagen ein zweites Mal testen lassen, wollen Sie die Quarantänezeit von 14 Tagen verkürzen.

    Memmingen: Regel für Rückkehrer wird verschärft

    Alle Reiserückkehrer aus Risikogebieten müssen sich demnach zunächst in häusliche Quarantäne begeben und nach mehreren Tagen erneut auf Corona testen lassen - und zwar unabhängig davon, ob sie sich im Ausland oder bei der Rückkehr schon einem Test unterzogen hatten.

    Diese Regelung werde voraussichtlich auch dann in Kraft bleiben, wenn die Zahl der Infektionen wieder sinke, sagte die Stadtsprecherin.

    Auch Ingolstadt, Rosenheim und Weißenburg-Gunzenhausen erreichen Frühwarnwert

    Den Frühwarnwert haben laut LGL neben dem schwäbischen Memmingen derzeit in Oberbayern die Städte Ingolstadt (39,42) und Rosenheim (39,48) sowie der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen (36,02) im Regierungsbezirk Mittelfranken überschritten. München liegt demnach mit 34,45 weiter knapp darunter.

    Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen

    Unter den 34 Corona-Neuinfizierten im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, die für die Überschreitung des Grenzwertes sorgten, sind 33 Reiserückkehrer. Diese hielten sich in den Risikogebieten Kroatien, Mazedonien und dem Kosovo auf. Direkt nach ihrer Rückkehr begaben sich die Reisenden in häusliche Quarantäne, sodass eine Infektionskette gestoppt werden konnte, teilt das Landratsamt mit.

    Um zu kontrollieren, dass sich die Infizierten auch an ihre 14-tägige Quarantäne halten, beschloss das Landratsamt heute ein sogenanntes Kontakt-Tracking. Das heißt, die mit dem Corona-Virus infizierten Bürger werden täglich angerufen, aber auch zu Hause besucht, um sicher zu stellen, dass sie zuhause bleiben. Weitere, flächendeckende Maßnahmen seien laut Landratsamt aktuell nicht nötig, allerdings bewerte die Koordinationsgruppe die Situation täglich neu. Man gehe davon aus, dass die Anzahl der Infizierten bis Ferienende weiter steigen werde, weil weitere Familien aus dem Urlaub zurückkommen.

    Das sind die aktuellen Corona-Zahlen für Bayern

    In Bayern haben sich seit Beginn der Pandemie 57.916 Menschen mit dem Coronavirus infiziert (Stand: 02.09.20, 08.00 Uhr). Das sind 296 Fälle mehr als gestern, wie das LGL auf seiner Internetseite mitteilt.

    Die Zahl der Todesfälle liegt für ganz Bayern demnach bei 2.639 und ist damit um einen nachgemeldeten Todesfall gestiegen. Die meisten Infizierten nach Regierungsbezirken zählt das LGL mit 26.485 in Oberbayern, die wenigsten mit 4.043 Fällen in Unterfranken. Bei der Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner erreicht unter den Regierungsbezirken Oberbayern mit 22,11 den höchsten Wert.

    Der niedrigste entsprechende Wert wurde in Oberfranken mit 4,31 registriert. Anhand dieser Zahl werden die neuen Infektions-Fälle registriert, die innerhalb einer Woche pro 100.000 Einwohner aufgetreten sind. Als kritisch gilt ein Wert ab 35, bei dem die Gesundheitsämter erste Gegenmaßnahmen einleiten müssten.

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