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Müll nach Party auf dem Gärtnerplatz in München

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    Feiern im Freien bleibt vielerorts in Bayern verboten

    Sich draußen treffen und feucht-fröhlich feiern, das bleibt in vielen bayerischen Städten weiter verboten. Während einige Alkohol an öffentlichen Plätzen verbieten, untersagen andere das to-go-Geschäft – oder sperren beliebte Orte gleich ganz.

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    Von
    • Florian Kienast
    • Christina Metallinos

    Schönes Wetter, sinkende Corona-Inzidenz-Werte – und Party als gäbe es keine Pandemie mehr. Viele bayerische Städte haben nach den Lockerungen der Kontaktbeschränkungen und der Öffnung der Gastronomie zu kämpfen, denn: Die Pandemie ist noch nicht vorbei, und viele Menschen nutzen die Frühsommerabende zum Feiern im Freien.

    Bamberg: Alkohol-To-Go-Verbot Freitag und Samstag ab 22 Uhr

    In Bamberg soll damit jetzt erst einmal Schluss sein. Der Ältestenrat hat am Nachmittag erneut ein Verbot für die Innenstadt beschlossen. Betroffen: Alkoholische To-Go-Getränke.

    Laut Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) sollen "Zustände wie am Ballermann" in der Bamberger Sandstraße verhindert werden. "Deswegen haben wir uns darauf geeinigt: Es gibt ab dem nächsten und übernächsten Wochenende ein Alkohol-To-Go-Verbot für Freitag und Samstag ab 22 Uhr. Danach werden wir auswerten, ob die Regelung ausreicht", so Starke im BR-Interview.

    Sperrungen in Würzburg freitags und samstags ab 22 Uhr

    In Würzburg hat sich die Stadt gegen ein Alkoholverbot entschieden. Dafür haben die Verantwortlichen andere Konsequenzen gezogen: An den beiden kommenden Wochenenden sollen die Grünanlagen am Alten Kranen freitags und samstags von 22 Uhr bis sechs Uhr morgens gesperrt werden. Nicht betroffen ist die offizielle Außengastronomie. Als Grund nennt die Stadt nicht nur den Schutz vor der Corona-Pandemie, sondern vielmehr das ausufernde Partygeschehen.

    "Wir haben bislang vor allem auf Kommunikation und Einsicht gesetzt", sagte Oberbürgermeister Christian Schuchardt (CDU), "Bei vollstem Verständnis für alle, die es nach diesem langen Lockdown zu Hause nicht mehr aushalten und im Freien etwas Entspannung und Spaß suchen – leider ist die Grenze überschritten."

    Münchner Gärtner- und Wedekindplatz bleiben alkoholfreie Zone

    In München gelten der Gärtner- und Wedekindplatz schon seit Jahren als Treffpunkte zum Feiern. Die Stadt München hat zuletzt zwar das Alkoholverbot in der Innenstadt gelockert – etwa rund um den Viktualienmarkt – nicht jedoch an den beiden Plätzen.

    Im Stadtrat kritisierte der stellvertretende Grünen-Fraktionsvorsitzende Dominik Krause das Verbot für die beiden Plätze: "Hier drängt sich der Verdacht auf, dass die Stadtverwaltung mit diesem Verbot unter dem Vorwand der Pandemiebekämpfung an einigen Plätzen einfach Ruhe und Ordnung herstellen will."

    Münchner Autocorsos ohne Partymeile

    Auch weitere Einschränkungen in der Landeshauptstadt rund um die EM haben nicht direkt mit der Pandemie zu tun. An allen Spieltagen der Fußball-EM gilt in München ein Verbot von Glasflaschen und Pyrotechnik auf der Ludwig- und Leopoldstraße – üblicherweise die Strecke für Autocorsos vor oder nach großen Fußballspielen. Das Kreisverwaltungsreferat hat dafür eine Allgemeinverfügung erlassen. Die Regel gilt an den Spieltagen ab einer Stunde vor Spielbeginn bis 5 Uhr morgens des Folgetages. Und das nicht nur an Tagen, an denen eines der EM-Spiele in München ausgetragen wird.

    In einer Mitteilung der Stadt heißt es, dass so Gefahren gemindert werden sollen, die von Glasgefäßen und Pyrotechnik ausgehen – besonders in Verbindungen mit größeren Menschengruppen und Alkohol.

    Mehrere bayerische Städte haben Verbote verlängert

    Im Hinblick auf Corona haben auch mehrere andere Städte in den vergangenen Tagen die geltenden Verbote verlängert. Etwa Fürth und Augsburg. Bestehen bleibt das Alkoholverbot auch in der Regensburger Innenstadt und im Stadtbezirk Stadtamhof. Trotz des geltenden Verbots haben sich dort zuletzt immer wieder Menschen getroffen.

    Durch die Öffnung der Außengastronomie kommt es aber zu teils skurrilen Szenen: Wer etwa draußen im Lokal trinkt, der macht nichts falsch. Doch schon ein paar Meter weiter ist das Biertrinken auf der Bank am Donauufer illegal.

    In Rosenheim dagegen haben sich die Verantwortlichen gegen ein Alkoholverbot entschieden. Auf BR-Anfrage sagte ein Sprecher, dass es derzeit keines gebe und es vermutlich auch nicht komme.

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