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Bildrechte: BR-Studio Franken / Tina Wenzel

Für Muslime ist der Freitag Gebetstag. Da herrscht in der Regel Betrieb in den Moscheen. In Nürnberg eine Gelegenheit, Corona-Impfungen dort anzubieten. Die Ditib-Zentralmoschee liegt in der Südstadt, wo es besonders viele Infektionen gab.

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Großer Andrang bei Corona-Impfungen in Nürnberger Moschee

Die Stadt Nürnberg will gezielt in benachteiligten und dicht bewohnten Stadtteilen gegen das Corona-Virus impfen. Auftakt machte eine Impfaktion in der Ditib-Zentralmoschee in der Südstadt, bei der auch Oberbürgermeister Marcus König geimpft wurde.

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Von
  • Tina Wenzel

Auch Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König (CSU) hat sich in der Moschee impfen lassen, um ein Zeichen für die Corona-Impfungen zu setzen. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) begleitete die Aktion zudem als "Impfpate".

Große Nachfrage für Impftermine in der Moschee

Die Nachfrage nach den Impfterminen in der Moschee war groß. Alle der rund 500 Termine waren bereits seit Tagen ausgebucht, sagte der Gemeindevorsitzende Hasan Aslan. Geimpft wurden nicht nur Gemeindemitglieder mit dem Vakzin von Johnson & Johnson, sondern auch Anwohner und Arbeiter in dem Stadtteil. "Das war uns wichtig", betonte Oberbürgermeister König.

Die Moscheegemeinde ist die größte in Franken und liegt im Süden Nürnbergs im Stadtteil Rabus. In der Südstadt sind überdurchschnittlich viele Bewohner mit dem Corona-Virus infiziert. Das geht aus Daten der Stadt Nürnberg hervor. In den betroffenen Stadtteilen leben vor allem Menschen, die häufiger in Berufen arbeiten, die nicht im Homeoffice erledigt werden können. Zudem leben die Menschen auf engem Raum zusammen, heißt es von Seiten der Stadt. Menschen, deren Arbeit systemrelevant ist aber häufig nicht gut bezahlt wird.

Moschee macht mobil gegen das Corona-Virus

Um die Impfbereitschaft bei den Gemeindemitgliedern zu erhöhen, hat der Imam der Moschee, Süleyman Soyal, wiederholt für die Impfungen geworben. "In meinen Predigten habe ich thematisiert, wie wichtig eine Impfung ist", sagte Soyal. Der Imam ist eine Vertrauensperson mit Vorbildfunktion, auf den die Gemeindemitglieder hören.

Die Nürnberger Ditib-Moschee ist bereits seit Monaten aktiv im Kampf gegen das Corona-Virus. So können sich die Gemeindemitglieder aber auch alle Anwohner kostenlos in der Moschee gegen das Corona-Virus testen lassen. Die Teststation auf dem Parkplatz der Moschee hat jeden Tag geöffnet.

Impfaktionen auch in Sportvereinen geplant

Die Stadt Nürnberg plant weitere Impfaktionen in den betroffenen Stadtteilen. Auch in Sportvereinen und Kultureinrichtungen soll geimpft werden, kündigte Oberbürgermeister König an. So sollen noch mehr Menschen in den Stadtteilen erreicht und die Infektionsketten durchbrochen werden.

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In der Nürnberger Eiyüp Sultan Moschee hat eine Impfaktion stattgefunden. Das bayerische Gesundheitsamt stellte dafür 1000 Dosen des Impfstoffs Johnson & Johnson zur Verfügung.

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