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Impfausweis mit Eintrag für die Corona-Schutzimpfung, Hände eines älteren Mannes (Symbolbild).

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    Corona-Impfung in Bayern: Die wichtigsten Fragen und Antworten

    Wer kann sich aktuell in Bayern gegen Corona impfen lassen? Wie bekommt man einen Termin? Oder: Wie viele Menschen haben inzwischen die zweite Dosis erhalten? Die wichtigsten Fragen und Antworten zu den Corona-Impfungen im Freistaat.

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    Von
    • Maximilian Heim

    Die Corona-Impfung ist die Hoffnung auf ein baldiges Ende der Pandemie. Wie komme ich an einen Termin für eine Impfung, welche Impfstoffe werden aktuell in Bayern verwendet und wie viele Menschen wurden im Freistaat bereits geimpft? Ein Überblick mit den wichtigsten Fragen und Antworten:

    Wie viele Menschen sind in Bayern schon geimpft?

    In Bayern haben bisher knapp 527.000 Menschen mindestens eine Impfung erhalten. Davon haben 280.000 Menschen bereits zwei Corona-Schutzimpfungen bekommen, teilte ein Sprecher des bayerischen Gesundheitsministeriums am Freitag mit. Sie haben demnach den vollständigen Impfschutz, für den zwei Impfdosen im Abstand von rund drei Wochen nötig sind. Etwa 246.000 Menschen in Bayern hatten bis dahin nur eine von zwei benötigten Impfdosen erhalten, sie sollen innerhalb der nächsten Tage und Wochen die zweite Impfdosis bekommen. Insgesamt sind damit bislang gut 800.000 Dosen in Bayern verimpft worden.

    Insgesamt leben in Bayern rund 13 Millionen Menschen. Davon sind laut Statistischem Bundesamt rund 3,5 Millionen 60 Jahre oder älter. Zur Gesamteinwohnerzahl Bayerns gehören auch rund zwei Millionen Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren, für die es bisher keinen zugelassenen Impfstoff gibt. Die nach Altersgruppe aufgeschlüsselten Einwohnerzahlen stammen von Ende 2019.

    Wer kann sich in Bayern aktuell impfen lassen?

    Die Impfreihenfolge in Deutschland ist in einer Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums festgelegt, die auf einer Empfehlung der Ständigen Impfkommission (StIKo) beim Robert Koch-Institut basiert. Weil bisher nur begrenzt Impfstoff verfügbar ist, können sich derzeit nur Menschen aus der höchsten Priorisierungsgruppe impfen lassen.

    Vorrang haben Menschen, die ein hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Verlauf einer Covid-19-Erkrankung haben oder die beruflich besonders exponiert sind. Konkret heißt das: über 80-Jährige, die Bewohner von Alten- und Pflegeheimen sowie Pflegekräfte und bestimmte Mediziner. Wer noch nicht dran ist, kann sich aber für die Corona-Schutzimpfungen in Bayern vormerken lassen - und zwar so:

    Wie kriegt man einen Termin für die Impfungen?

    Wer über 80 Jahre alt ist und in einem Alten- oder Pflegeheim wohnt, muss sich nicht selbst um die beiden Termine für die Corona-Schutzimpfung kümmern. Alle anderen Menschen in Bayern können sich auf verschiedenen Wegen registrieren - auch wenn sie noch nicht in einer Gruppe sind, für die schon Impfungen verfügbar sind.

    • Online-Registrierung: Über das Portal www.impfzentren.bayern Account anlegen und Daten eingeben. Sobald man an der Reihe und ein Impftermin frei ist, kommt vom zuständigen Impfzentrum eine Einladung zur Terminbuchung - per Mail, SMS oder gegebenenfalls auch telefonisch. Laut einem Sprecher des Gesundheitsministeriums gab es über das Portal bisher rund 1,9 Millionen Registrierungen.
    • Beim Impfzentrum: Termine können auch über das zuständige Impfzentrum vereinbart werden - online oder telefonisch. Welches Impfzentrum das ist, erfährt man auf der Webseite des bayerischen Gesundheitsministeriums oder direkt bei der eigenen Stadt oder Kommune.
    • Über die Nummer 116117: Auch die bundesweite Rufnummer 116117 kann man anrufen - und wird dann je nach Postleitzahl mit dem zuständigen Impfzentrum verbunden. Erreichbar ist die Nummer 116117 laut Bayerns Gesundheitsministerium Montag bis Sonntag von 8.00 bis 22.00 Uhr.
    • Per Postkarte (für über 80-Jährige): Über 80-Jährige können sich in Bayern ab Ende Februar auch mit einer speziellen Postkarte für die Corona-Impfung anmelden. Die kostenlosen Karten sind etwa in öffentlichen Gebäuden, Apotheken oder Arztpraxen erhältlich.

    Wo finden die Corona-Impfungen in Bayern statt?

    Bayern hat insgesamt hundert Impfzentren eingerichtet. Dort informiert zunächst eine Ärztin oder ein Arzt über die Impfung. Man sollte daher - zusätzlich zu Ausweis und Krankenversicherungskarte - den Impfausweis und bei Vorerkrankungen gegebenenfalls wichtige medizinische Dokumente mitnehmen. Im Anschluss an das Gespräch füllt man eine Einverständniserklärung aus - dann wird geimpft. Wichtig: Ins Impfzentrum dürfen nur Menschen mit einem im Vorfeld vereinbarten Termin.

    Auch mobile "Impf-Teams" kommen im Freistaat zum Einsatz, besonders in Alten- und Pflegeheimen. Inzwischen gibt es in Bayern zudem mehrere Impfbusse, etwa im Landkreis Oberallgäu.

    Welcher Impfstoff kommt bisher zum Einsatz?

    Von den bis 18. Februar bayernweit insgesamt verabreichten Impfdosen kommen laut Robert-Koch-Institut 95 Prozent vom Hersteller Biontech/Pfizer. Deren sogenannter mRNA-Impfstoff ist seit Ende Dezember zugelassen. Rund 2,6 Prozent der bisher in Bayern verwendeten Impfdosen stammen vom Hersteller Moderna. Rund 2,3 Prozent kommen vom Hersteller AstraZeneca, dessen Vakzin allerdings nur für die Anwendung bei Personen unter 65 Jahren empfohlen wird.

    In welchem Tempo soll es in Bayern weitergehen?

    Vor zwei Wochen kündigte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) an, dass der Freistaat bis Ende Februar knapp eine Million Impfdosen erwarte. Bis Anfang März könnte sich damit das Impftempo deutlich beschleunigen. Anfang Februar hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) das Ziel formuliert, allen Bürgern in Deutschland bis zum Ende des Sommers am 21. September ein Impfangebot zu machen - also mindestens die erste Impfung verabreichen zu können.

    Welche Software kommt für die Impf-Planung zum Einsatz?

    Bayern habe für die Corona-Impfungen "eine kluge und vorausschauende Logistik entwickelt", teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums zuletzt auf BR-Anfrage mit. Das bayerische Impfmanagement gegen Corona (BayIMCO) erfülle "alle erforderlichen Funktionalitäten für die Logistik bis hin zum eigentlichen Impfprozess".

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