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In einem Bamberger Gasthaus ist eine Corona-Impfaktion geplant. (Symbolbild)

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Biontech statt Bratwurst: Impfaktion in Bamberger Gaststätte

In Bamberg haben ein Wirt und eine Ärztin eine Corona-Impfaktion geplant. Im Restaurant "Pelikan" würde man sich schon über zehn Impfwillige freuen, das Feedback lässt aber auf mehr hoffen. Auch der Oberbürgermeister rührt die Werbetrommel dafür.

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Von
  • Lasse Berger

Wer als Restaurantinhaber eine Ärztin als Stammgast hat, redet mit ihr in diesen Zeiten zwangsläufig auch über die Pandemie. Während Farsin Nassre Esfahani von der Angst erzählte, seinen Betrieb bei steigenden Inzidenzen möglicherweise wieder schließen zu müssen, berichtete Allgemeinärztin Doris Selder von der stockenden Impfbereitschaft. Wenige Tage nach diesem Gespräch kam die Medizinerin mit folgender Idee auf Farsin Nassre Esfahani zu: Mit einer Impfaktion in seinem Gasthaus könne man beiden Problemen entgegenwirken.

Bamberg: Im Gasthaus Pelikan wird Biontech verspritzt

Deshalb findet in der Gaststätte "Pelikan" am Mittwochabend eine Sonderimpfaktion statt. Ohne Termin können sich Impfwillige mit dem Impfstoff von Biontech spritzen lassen, heißt es auf der Website der Arztpraxis von Franz Rudel und Doris Selder. Zwischen 17 und 20 Uhr wird der Impfstoff in der Unteren Sandstraße 45 verteilt. "Die späte Uhrzeit haben wir deswegen gewählt, damit die Leute nach der Arbeit vorbeischauen können", so Farsin Nassre Esfahani im BR-Gespräch. Die zweite Impfung findet dann am 11. August statt.

Corona-Impfaktion im Restaurant schlägt hohe Wellen

"Wenn zehn Leute kommen würden, wären immerhin zehn weitere geimpft": Mit dieser Devise ging Farsin Nassre Esfahani an den Termin heran. Als Werbeaktion habe er den Temin nicht geplant. Er habe damit auch nicht im Rampenlicht stehen wollen. Auf Facebook wurde ein entsprechender Post knapp 100 Mal geteilt und auch sonst stößt die Veranstaltung auf viel positive Resonanz im Netz. Selbst Bambergs Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) hat die Aktion auf Instagram geteilt.

Bei 200 Impfdosen muss nicht Schluss sein

Auf einen großen Ansturm wären die Verantwortlichen vorbereitet. Falls die 200 Impfdosen vor Ort zuneige gehen würden, läge in der Arztpraxis noch reichlich Vorrat, so Farsin Nassre Esfahani, der den Tag der Impfaktion auf den wöchentlichen Ruhetag des Restaurants gelegt hat. Der Garten kann also ohne Rücksicht auf Gäste zur Impfstation umgebaut werden.

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