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Corona im Seniorenheim: 15 Bewohner in Aschau verstorben | BR24

© Dagmar Bohrer-Glas
Bildrechte: picture alliance / ZB, Jens Kalaene

In einem Seniorenheim in Aschau im Chiemgau sind mittlerweile 15 verstorbene Bewohner zu beklagen. Wie der Heimleiter dem BR bestätigte, sind damit seit den ersten positiven Corona-Tests in dem Heim 15 der 70 Bewohner verstorben.

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Corona im Seniorenheim: 15 Bewohner in Aschau verstorben

In einem Seniorenheim in Aschau im Chiemgau sind mittlerweile 15 verstorbene Bewohner zu beklagen. Wie der Heimleiter dem BR bestätigte, sind damit seit den ersten positiven Corona-Tests in dem Heim 15 der 70 Bewohner verstorben.

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  • Dagmar Bohrer-Glas

Ende März habe es die ersten positiven Corona-Tests in dem Seniorenheim in Aschau im Chiemgau gegeben, so der Heimleiter im Gespräch mit dem BR. Betroffen waren Mitarbeitern und Bewohnern. Dann sei die Erkrankungswelle ins Rollen gekommen. Fünf schwere Fälle seinen aus dem Heim in Krankenhäuser verlegt worden. 15 Bewohner seien mittlerweile verstorben.

Zu wenig Schutzmasken und Schutzausrüstung

Vor allem hätten Schutzmasken und Schutzausrüstung gefehlt. Die Zusammenarbeit mit den Behörden wird vom Heimleiter ausdrücklich gelobt, er habe große Unterstützung erfahren, sagt er. Insgesamt zeigt sich der Heimleiter tief bewegt und erschüttert.

Alle Entwicklungen zum Coronavirus in Oberbayern finden Sie hier.

Landratsamt äußert sich nicht zu den Todesfällen

Das Landratsamt Rosenheim will sich zu Todesfällen in Alten- und Pflegeheimen nicht äußern, "zum Schutz der Betroffenen und der Persönlichkeitsrechte", heißt es. Es sei grundsätzlich die Aufgabe der Heimbetreiber, die Versorgung der Bewohner sicherzustellen.

Behörden klären Personalbedarf

Das Gesundheitsamt, die Heimaufsicht sowie die Führungsgruppe Katastrophenschutz stehen laut Landratsamt im engen Austausch mit den 60 Alten- und Pflegeeinrichtungen im Landkreis Rosenheim. Bei rund 30 habe es bereits vor Ort-Termine gegeben, die verbleibenden Heime würden noch in dieser Woche besucht. Bei vier der über 60 Einrichtungen gab es laut Landratsamt Bedarf an Pflegekräften, um das vorhandene Personal zu entlasten.

Drei Einrichtungen wurden bereits personell unterstützt, die vierte Einrichtung bekommt diese Woche zusätzliche Pflegekräfte. "Das zusätzliche Personal stammt aus eigener Organisation der Heime, aus dem Pflegepool sowie vom Bayerischen Roten Kreuz", so das Landratsamt.

Unterstützung auch aus Nachbarlandkreis

Geholfen hat offenbar auch der Landkreis Ebersberg, der ebenfalls Pflegekräfte in den Kreis Rosenheim für Alten- und Pflegeeinrichtungen vermittelte und das "unkompliziert und schnell", so das Landratsamt Rosenheim. Solange die Versorgung der Heimbewohner gewährleistet werden könne, werde versucht, sie in ihrer gewohnten Umgebung zu lassen.

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