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Corona im Landkreis Regen: Viele Schulklassen werden geteilt | BR24

© BR/Christian Riedl

Schulleiter Martin Friedl vom Gymnasium Viechtach zur aktuellen Situation an seiner Schule: Die Corona-bedingten Einschränkungen im Landkreis Regen bereiten am Gymnasium Probleme.

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Corona im Landkreis Regen: Viele Schulklassen werden geteilt

Der Landkreis Regen hat derzeit einen Corona-Inzidenzwert von 90. Deswegen müssen einige Schüler vorübergehend von zu Hause aus unterrichtet werden. Der Wechsel zwischen Präsenz- und Distanzunterricht stellt die Schulen vor einige Herausforderungen.

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Viele Schüler im Landkreis Regen müssen wegen der enorm hohen Zahl an Corona-Infektionen ab sofort wieder regelmäßig von zu Hause aus lernen.

Klassen müssen aufgeteilt werden

Um die Abstände einhalten zu können, würden die meisten Schulen ihre Klassen aufteilen, sagte der Leiter des Schulamtes in Regen, Walter Kloiber. Jede Schule müsse selbst entscheiden, wie sie den Wechsel zwischen Präsenz- und Distanzunterricht am besten umsetzt.

Schulleiter Martin Friedl vom Gymnasium Viechtach sagt zur aktuellen Situation an seiner Schule: "Es geht leider am Gymnasium nicht so einfach, dass man die Klassen nach dem Alphabet halbe halbe teilt." Das Gymnasium habe in vielen Jahrgangsstufen gekoppelte Sprachkurse und Zweiggruppen. Räume mussten neu bestuhlt werden. Die Nutzung der Mensa und der Turnhallen müsse in Viechtach mit der Nachbarsschule abgesprochen werden. Von Routine könne derzeit nicht die Rede sein, so der Schulleiter. Allerdings sei die Lage klarer als im letzten Frühjahr, wo die Corona-Situation noch neu war.

Derzeit 70 Infizierte im Landkreis Regen

Nach eigener Berechnung des Regener Landratsamtes liegt die Sieben-Tage-Inzidenz derzeit bei fast 90 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner - so hoch wie in keinem anderen Landkreis in Bayern. Tatsächlich gibt es im Landkreis Regen derzeit etwa 70 Infizierte. Weil der Landkreis nur 77.000 Einwohner hat, erreicht er viel schneller die kritischen Grenzwerte als dichter besiedelte Gegenden.

Nachbarland Tschechien ergreift schärfere Maßnahmen

Unterdessen greift das Nachbarland Tschechien im Kampf gegen die Corona-Pandemie zu härteren Maßnahmen: Von Mittwoch, 14. Oktober, an sind Versammlungen mit mehr als sechs Menschen verboten. Auch Restaurants, Bars und Klubs müssen schließen. Alle Schulen gehen zum Fernunterricht über. Die Geschäfte in Tschechien bleiben aber geöffnet.

💡 Was bedeutet die "Sieben-Tage-Inzidenz"?

Die Sieben-Tage-Inzidenz zeigt an, wie viele Menschen in einer Stadt oder einem Landkreis in einem Zeitraum von sieben Tagen positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Um den Wert vergleichbar zu machen, wird er pro 100.000 Einwohner angegeben. Berechnet wird er ganz einfach: Man addiert die täglich gemeldeten Neuinfektionen der vorangegangenen sieben Tage, teilt die Summe durch die Einwohnerzahl von Stadt oder Landkreis und multipliziert dies mit 100.000. Im Mai haben Bund und Länder die Sieben-Tage-Inzidenz als Richtwert für lokale Corona-Maßnahmen festgelegt.

In Bayern gibt es einen Frühwarnwert: Ab 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen sollten Städte und Gemeinden Maßnahmen zur Eindämmung überprüfen. Ab dem bundesweiten Grenzwert von 50 Neuinfektionen sollten Lockerungen zurückgenommen werden. (BR24)

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