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Corona: Huml sieht Bayern für Impfstart gut gerüstet.

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Corona: Huml sieht Bayern für Impfstart gut gerüstet

Gesundheitsministerin Huml sieht Bayern für den Impfstart nach Weihnachten gut gerüstet. Im Bayerischen Rundfunk sagte Huml, es stünden in ganz Bayern 99 Impfzentren bereit. Zuerst werde von dort aus in den Senioren- und Pflegeheimen geimpft.

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Von
  • Johannes Roßteuscher
  • BR24 Redaktion

Bayern ist auf die erste Impfwelle ab dem 27. Dezember gut vorbereitet. Das sagte bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml am Freitag im Bayerischen Rundfunk. In ganz Bayern stünden 99 Impfzentren bereit. Die dort stationierten mobilen Impfteams würden als erstes in die anliegenden Pflege- und Seniorenheime ausschwärmen und dort die Alten und Pflegebedürftigen impfen.

Anschließend sollen dann bewegliche Senioren über 80 in die Impfzentren eingeladen werden, so Huml. Außerdem soll in der ersten Impfwelle gefährdetes Pflegepersonal geimpft werden.

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Auch die Staatsregierung appelliert an die bayerische Bevölkerung, sich impfen zu lassen. "Die Imfpung wird uns langfristig ein Stück Normalität wieder zurückbringen", so Klaus Holtschek, Staatssekretär im bayerischen Gesundheitsministerium.

Tiefkühlschränke und Spritzen bereits in den 99 Impfzentren

Damit es keine Pannen und Verzögerungen gibt, hat die Staatsregierung die Landkreise und kreisfreien Städte frühzeitig in die Organisation eingebunden, so Huml. Außerdem habe man selbst das notwendige Material bestellt. Tiefkühlschränke und Spritzen seien bereits in den Impfzentren angekommen.

Wie viele Impfdosen für Bayern zur Verfügung stehen, werde man hoffentlich am kommenden Montag erfahren, so Huml. Für die Beschaffung des Impfstoffes sei der Bund zuständig.

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Es sei wichtig viele von einer Impfung zu überzeugen, so Eugen Brysch, von der Deutschen Stiftung Patientenschutz. Angehörige von Pflegebedürftigen sollten mitgeimpft und es sollte dafür gesorgt werden, dass Heime mehr Personal zur Verfügung steht.

Impfungen beim Hausarzt erst in der zweiten Impfwelle

Huml berichtet von 6.000 bayerische Hausärztinnen und –ärzten, die freiwillig in den Impfzentren mitarbeiten wollen. Die ersten Impfkandidaten werden laut Huml in den nächsten Tagen einen Brief bekommen.

In der zweiten Phase der Impfungen sollen die Impfungen dann auch in Hausarztpraxen möglich sein. Für Menschen, die zu keiner der jetzt priorisierten Gruppen gehören, soll es dann keine schriftliche Einladung mehr geben, stattdessen sind verschiedene Impfkampagnen geplant, so Huml. Schließlich seien die jüngeren Generationen besser über sozialen Medien vernetzt und müssten nicht eigens informiert werden.

Huml: Keine Lockerungen für Geimpfte, sondern Solidarität

Lockerungen soll es für Geimpfte laut Huml nicht geben. Sie appelliert stattdessen an die Solidarität mit den Nicht-Geimpften. Falls allerdings Fluglinien, Restaurants oder Kinos Geimpfte bevorzugen sollten, könnte dafür das gelbe Impfbuch genutzt werden, so die Gesundheitsministerin. Einen eigenen Immunitätsnachweis brauche es darum nicht. Dennoch betont Huml, dass der Freiwilligkeitscharakter der Corona-Impfung erhalten bleiben soll.

Abstand und Masken laut Huml noch monatelang nötig

Selbst wenn in den nächsten Monaten viele Menschen gegen Corona geimpft werden, ist sich Gesundheitsministerin Melanie Huml sicher, dass die AHAL-Regeln noch eine ganze Weile nötig bleiben werden.

Erste Gruppe: Über 80-Jährige und gefährdetes Pflegepersonal

Zuvor hatte Bundesgesundheitsminister Spahn die Prioritätenliste für die Impfaktion vorgestellt. Demnach werden zum geplanten Impfstart ab 27. Dezember zuerst über 80-Jährige geimpft, sowie alle, die in stationären Pflegeeinrichtungen betreut werden oder arbeiten. Spahn rechnet damit, dass es bis zu zwei Monate dauern wird, bis allein diese erste Gruppe versorgt ist.

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Die erste Gruppe zu impfen, wird nach Angaben des Bundesgesundheitsministers ein bis zwei Monate dauern. Zur zweiten Impfgruppe gehören über 70-Jährigen, Demenzkranke, Menschen mit Trisomie21, Transplantationspatienten, Obdachlose und Asylbewerber.

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