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"Dunkelrote" Corona-Hotspots: Sorge um Rottal-Inn und Passau | BR24

© BR/Guido Fromm

In den Landkreisen Rottal-Inn und Passau und auch in der Stadt Passau steht die Corona-Ampel auf "dunkelrot": Alle drei weisen Inzidenzwerte von über 100 auf. Im Rottal stieg der Wert auf 260,1. Im Landkreis Regen entspannt sich die Lage langsam.

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"Dunkelrote" Corona-Hotspots: Sorge um Rottal-Inn und Passau

In den Landkreisen Rottal-Inn und Passau und auch in der Stadt Passau steht die Corona-Ampel auf "dunkelrot": Alle drei weisen Inzidenzwerte von über 100 auf. Im Rottal stieg der Wert auf 260,1. Im Landkreis Regen entspannt sich die Lage langsam.

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Die aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) belegen, dass in Niederbayern Stadt und Landkreis Passau sowie der Landkreis Rottal-Inn bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 100 liegen: Stand Mitternacht wurde für die Stadt Passau ein Inzidenzwert von 119,3 angegeben, für den Landkreis Passau ein Wert von 125,1. Diese liegen immer noch deutlich unter dem Wert von 260,1, der für den Landkreis Rottal-Inn angegeben wird. Dies ist mittlerweile der höchste Wert im Freistaat und sogar bundesweit - noch vor dem Landkreis Berchtesgadener Land. Im Landkreis Rottal-Inn war vergangene Woche zunächst ein zu niedriger Wert gemeldet worden.

Szenario eines Lockdowns sei in greifbare Nähe gerückt

Am Sonntag meldete sich Michael Fahmüller, der Landrat des Landkreises Rottal-Inn, mit einem dringenden Appell an die Bevölkerung: Das Szenario eines Lockdowns wie im Berchtesgadener Land sei auch im Landkreis Rottal-Inn in greifbare Nähe gerückt, so Fahmüller unter anderem in einem Post auf Facebook.

Die Situation sei ernst, aber nicht hoffnungslos. Nur die Aufrechterhaltung einer aktuellen Kontaktermittlung und die Verhinderung eines weiteren Ansteigens des Inzidenzwerts könnten einen Lockdown noch verhindern. Fahmüller und seine Mitarbeiter würden alles in ihrer Macht Stehende dafür tun, den Landkreis vor einem solchen Szenario zu bewahren. Er ruft die Bürgerinnen und Bürger deshalb erneut eindringlich dazu auf, sich an die vorgegeben Maßnahmen und Regelungen halten.

Am Sonntag konnte das Landratsamt nur eine Momentaufnahme der Zahlen melden: Stand 13 Uhr (25.10.) waren es 38 neue Fälle und insgesamt 1.367 seit Beginn der Pandemie.

Mittelschule Pfarrkirchen muss bis zu den Ferien geschlossen bleiben

Durch die vielen Positiv- und Quarantäne-Fälle ist nun die Mittelschule Pfarrkirchen so von der derzeitigen Situation betroffen, dass sie bis zu den Ferien geschlossen bleiben muss. Es befinden sich laut Landratsamt so viele Lehrkräfte in Quarantäne, dass der Unterricht nicht aufrechterhalten werden kann. Die Schülerinnen und Schüler werden per Homeschooling unterrichtet. Des Weiteren seien in den sich bereits in Quarantäne befindlichen Klassen einige positive Fälle hinzugekommen.

Außerdem sind weitere Klassen in Quarantäne: Eine Schulklasse der Fachoberschule Pfarrkirchen, zwei neunte Klassen der Mittelschule Eggenfelden und zwei fünfte Klassen der Mittelschule Pfarrkirchen.

Weitere Einschränkungen in der Stadt Passau

In der Stadt Passau und in beiden betroffenen Landkreisen steht damit die Corona-Ampel auf "dunkelrot". In Passau müssen nun zusätzlich zur bereits geltenden Maskenpflicht in Teilen der Stadt und in öffentlichen Gebäuden ab Montag Restaurants und Gaststätten um 21 Uhr schließen. Danach dürfen sie nur noch Speisen und nichtalkoholische Getränke zum Mitnehmen ausgeben. Alkoholische Getränke dürfen zwischen 21 Uhr und 6 Uhr auch an Tankstellen und von Lieferdiensten nicht mehr ausgegeben werden.

Bei Veranstaltungen - auch im Sport - sind nur noch maximal 50 Zuschauer erlaubt. Das gilt auch für Theater, Kinos, Tagungen und Kongresse. Ausgenommen davon sind Gottesdienste und zum Beispiel Demonstrationen sowie Veranstaltungen an Hochschulen. Hier sollen aber die Hygieneregeln beachtet werden.

Strengere Regeln im Landkreis Straubing-Bogen

Im "roten" Bereich befinden sich aktuell die Städte Landshut und Straubing sowie die Landkreise Landshut, Dingolfing-Landau, Deggendorf und seit dem Wochenende auch Straubing-Bogen.

Seit der Nacht von Samstag auf Sonntag gelten nun auch in diesem Landkreis verschärfte Regelungen - unter anderem zu erlaubten Kontakten und Maskenpflicht. So müssen Schüler in Grundschulen jetzt Masken tragen. Der Präsenzunterricht an den Schulen läuft aber weiter. Eine allgemeine Maskenpflicht auf Stadt- oder Marktplätzen gibt es derzeit aber nicht im Landkreis.

Landkreis Regen wieder knapp über 50er-Wert

Knapp oberhalb der Marke von 50 Fällen pro 100.000 Einwohner liegt der Landkreis Regen mit einem Wert von 50,4.

In den Landkreisen Freyung-Grafenau (44,7) und Kelheim (30,9) gab es auf 100.000 Einwohner umgerechnet weniger als 50 Infektionsfälle innerhalb einer Woche.

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