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Corona-Hotspots: 21 bayerische Kommunen über Inzidenz 200 | BR24

© picture alliance / Geisler-Fotopress |Steffi Adam/Geisler-Fotopress

Blick auf das verschneite Berchtesgaden (Archivbild von Ende Dezember).

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Corona-Hotspots: 21 bayerische Kommunen über Inzidenz 200

In 21 bayerischen Städten und Landkreisen wird aktuell der Sieben-Tage-Inzidenzwert von 200 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner überschritten. Den Bewohnern dieser Hotspots droht ab Montag eine Einschränkung ihrer Bewegungsfreiheit.

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  • BR24 Redaktion

Die Zahl der Corona-Fälle in Bayern steigt weiter. Nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) lagen am Samstag (Stand 8.00 Uhr) 21 Kommunen über dem Sieben-Tage-Inzidenzwert von 200 Neuninfektionen pro 100.000 Einwohner. Den höchsten Wert registrierte der Landkreis Berchtesgadener Land mit einer Inzidenz von 348,35. Dahinter folgen die Landkreise Wunsiedel im Fichtelgebirge (333,08) und Rottal-Inn (291,35).

Der 200er-Wert wird ebenfalls von den Landkreisen Bayreuth, Cham, Coburg, Deggendorf, Freyung-Grafenau, Kulmbach, Passau, Regen, Roth, Tirschenreuth, Weißenburg-Gunzenhausen, sowie den Städten Coburg, Hof, Landshut, Nürnberg, Passau, Schwabach und Weiden überschritten.

Ab Montag gilt "15 Kilometer-Regel" für Hotspots

In diesen Hotspots dürfen sich die Bewohner ab Montag - sollte die Sieben-Tage-Inzidenz ihrer Kommunen weiterhin über 200 liegen - aufgrund der neuen Corona-Beschlüsse nur noch höchstens 15 Kilometer von der Gemeindegrenze ihres Wohnorts entfernen.

Ein Zusatz erlaubt es den Behörden in bayerischen Hotspots darüber hinaus, Tagesausflüge von außen in den eigenen Landkreis oder die eigene kreisfreie Stadt per Allgemeinverfügung zu verbieten. Das war am vergangenen Freitag in einer Sondersitzung des bayerischen Landtags beschlossen worden.

Der Präsident des Bayerischen Landkreistags und Landrat von Deggendorf, Christian Bernreiter (CSU), begrüßte diese Regelung im Interview mit dem BR. Bernreiter sagte, dass es bereits Absprachen mit anderen betroffenen Landrätinnen und Landräten gebe. Man werde gemeinsam handeln.

Innenminister Joachim Herrmann (CSU) betonte in der Rundschau im BR Fernsehen, dass die 15-Kilometer-Beschränkung grundsätzlich nur für touristische Aktivitäten gelte. Fahrten zur Arbeit, zum Arzt oder zum Einkaufen fallen demnach nicht unter diese Regelung. Die Polizei würde bei Kontrollen auf die Autokennzeichen achten.

© BR

Ab Montag gilt die 15-Kilometer-Regel in bayerischen Hotspots. Wie soll die Regelung kontrolliert werden? Diese und andere Fragen beantwortet Bayerns Innenminister Herrmann im Rundschau-Interview.

Angespannte Lage im Landkreis Wunsiedel

Neben dem Berchtesgadener Land ist derzeit vor allem der Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge besonders schwer von der Pandemie betroffen. Bereits seit dem vergangenen Montag gilt dort eine neue Allgemeinverfügung. Diese verbietet etwa Besuche in Senioren- und Pflegeheimen - auch wenn positive Befunde in Altenheimen mittlerweile nicht mehr die Mehrheit der Corona-Fälle ausmachen, wie eine Sprecherin des Landratsamts angab. Es herrsche dort nun vielmehr ein "diffuses Infektionsgeschehen", was bedeutet, dass die Ansteckungen nicht mehr räumlich eingegrenzt werden können.

145 neue Corona-Todesfälle innerhalb eines Tages

Insgesamt wurden in Bayern innerhalb des vergangenen Tages 3.512 neue Corona-Fälle registriert. Außerordentlich hoch sind die Zahlen in Oberbayern. Hier kamen seit dem Vortag 1.198 Neuinfektionen hinzu. 145 Menschen starben in den vergangenen 24 Stunden an den Folgen einer Corona-Erkrankung.

Seit Beginn der Pandemie haben sich mittlerweile 351.843 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Die 7-Tage-Inzidenz von Gesamt-Bayern liegt aktuell bei einem Wert von 150,10. Die höchste Inzidenzrate hat Niederbayern mit einem Wert von 205,36, gefolgt von Oberfranken mit einem Wert von 186,41 und Mittelfranken mit einem Wert von 160,04.

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