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Corona-Hotspot: Rhön-Grabfeld erlässt strikte Beschränkungen | BR24

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Wegen hoher Corona-Infektionszahlen hat der Landkreis Rhön-Grabfeld zusätzliche Einschränkungen erlassen. Seit Mitternacht dürfen sich nur noch maximal fünf Menschen treffen. In Krankenhäusern und Pflegeheimen wurden die Besuchszeiten eingeschränkt.

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Corona-Hotspot: Rhön-Grabfeld erlässt strikte Beschränkungen

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen bleibt im Landkreis Rhön-Grabfeld weiter hoch - der kritische Grenzwert wird nun überschritten. Deshalb gelten jetzt für mindestens eine Woche strenge Regeln, etwa für Kontakte, private Feiern, Heime und Schulen.

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Der Landkreis Rhön-Grabfeld im nördlichen Unterfranken überschreitet die kritische Marke von 50 Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner. Der Inzidenzwert liegt aktuell bei 53,96.

Deshalb werden jetzt zusätzliche Beschränkungen erlassen, wie das Landratsamt Bad Neustadt a.d. Saale mitteilte. Demnach gelten sie ab Sonntag, 27.09. um 0.00 Uhr - und zwar zunächst für eine Woche.

Was die Allgemeinverfügung vorsieht

Ab Sonntag dürfen sich demnach nur noch Gruppen von maximal fünf Menschen im Freien aufhalten. Entsprechende Grenzen gelten auch für die Gastronomie. Private Feiern werden in geschlossenen Räumen auf 25 Teilnehmende und im Freien auf 50 Personen beschränkt.

Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser dürfen je Bewohner pro Tag nur einen Besucher zulassen. Bei Verstößen gegen die Allgemeinverfügung droht die Behörde mit empfindlichen Geldbußen bis zu 25.000 Euro.

Schulen öffnen ab Montag wieder

Bereits in den vergangenen Tagen hatte der Landkreis Maßnahmen gegen die hohen Fallzahlen ergriffen. So hatte das Landratsamt etwa alle geplanten Sportveranstaltungen im Gebiet des Altlandkreises Bad Königshofen, die an diesem Wochenende statt finden sollten verboten. Vereine wurden gebeten, auf Auswärtsspiele zu verzichten.

In Bad Königshofen waren am vergangenen Dienstag zudem alle Schulen geschlossen worden, weil sich in der Kleinstadt zahlreiche Besucher bei einer Hochzeitsfeier angesteckt hatten. Geplant ist, dass ab dem kommenden Montag der Unterricht weiterlaufen sollte. Auch die Kitas sollten dann wieder öffnen. Allerdings gilt in allen Schulen im Landkreis bis auf weiteres eine Maskenpflicht und es gibt in einzelnen Klassen weiter Quarantänemaßnahmen.

Derzeit sind im gesamten Landkreis 49 Menschen erkrankt, die sich mit dem Coronavirus infiziert hatten. Drei Patienten seien in stationärer Behandlung, hieß es. Insgesamt seien bisher 272 Fälle bestätigt.

💡 Was bedeutet Sieben-Tage-Inzidenz?

Die Sieben-Tage-Inzidenz zeigt an, wie viele Menschen in einer Stadt oder einem Landkreis in einem Zeitraum von sieben Tagen positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Um den Wert vergleichbar zu machen, wird er pro 100.000 Einwohner angegeben. Berechnet wird er ganz einfach: Man addiert die täglich gemeldeten Neuinfektionen der vorangegangenen sieben Tage, teilt die Summe durch die Einwohnerzahl von Stadt oder Landkreis und multipliziert dies mit 100.000. Im Mai haben Bund und Länder die Sieben-Tage-Inzidenz als Richtwert für lokale Corona-Maßnahmen festgelegt.

In Bayern gibt es einen Frühwarnwert: Ab 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen sollten Städte und Gemeinden Maßnahmen zur Eindämmung überprüfen. Ab dem bundesweiten Grenzwert von 50 Neuinfektionen sollten Lockerungen zurückgenommen werden. (BR24)

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Die Obergrenze bei den Corona-Neuinfektionen wird aktuell von zwei Landkreisen überschritten: Dingolfing-Landau und Rhön-Grabfeld haben deshalb bereits Auflagen erlassen. Bundesweit fordert der Landkreistag einen "Besucher-Deckel" für Privatfeiern.

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