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Corona-Hotspot Landshut: Maskenpflicht auch für Grundschüler | BR24

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Landshut hat den kritischen Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner überschritten - Zeit für die Stadt, zu handeln: Auch an Grundschulen gibt es fortan eine Maskenpflicht. Und es gelten weiterhin strenge Kontaktverbote.

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Corona-Hotspot Landshut: Maskenpflicht auch für Grundschüler

Landshut hat den kritischen Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner überschritten - Zeit für die Stadt, zu handeln: Auch an Grundschulen gibt es fortan eine Maskenpflicht. Und es gelten weiterhin strenge Kontaktverbote.

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Die Stadt Landshut liegt bei den Neuinfektionen mit Sars-CoV-2 über der Warnschwelle von 50 Neuinfektionen pro Woche auf 100.000 Einwohner hochgerechnet. Deshalb werden nun weitere Maßnahmen ergriffen.

Maskenpflicht an Grundschulen

Wie alle anderen Schüler müssen zum Schulstart morgen auch Landshuter Grundschüler Mund-Nasen-Masken im Unterricht tragen. Eine entsprechende Regelung gilt für weiterführende Schulen für die ersten zwei Unterrichtswochen und wird in Landshut nun bis Ende der Woche auch auf Erst- bis Viertklässler ausgeweitet. Das teilte Landshuts stellvertretende Bürgermeisterin Jutta Widmann (FW) dem Bayerischen Rundfunk mit. Sie vertritt derzeit Landshuts Oberbürgermeister Alexander Putz (FDP), der im Urlaub ist.

Ansteckung durch symptomlos infizierte Kinder vermeiden

In einem Statement erklärt die Stadt Landshut die Maskenpflicht an Grundschulen folgendermaßen: "Die Ausweitung der - für alle Schüler ab Jahrgangsstufe 5 bayernweit ohnehin gültigen - Maskenpflicht auch auf die Grundschüler erscheint aufgrund des Infektionsgeschehens in Landshut insbesondere deshalb erforderlich, da die Neuinfektionen in hohem Maße Familien mit minderjährigen Kindern auch im Grundschulalter betreffen, die von Reisen in Risikogebiete zurückgekehrt sind. Weil sich, wie die Erfahrungen der vergangenen Wochen zeigen, leider nicht alle Reiserückkehrer an die für sie gegebenenfalls einschlägigen Quarantäneregeln samt Zweittestung halten, dient die Maskenpflicht dazu, sämtliche Schüler und Lehrer insbesondere vor einer Ansteckung durch symptomlos infizierte Kinder zu schützen."

Kontaktverbote bleiben bestehen

Des Weiteren bleiben die bereits vergangene Woche beschlossenen schärferen Kontaktverbote in Landshut weiter bestehen. Nachdem vergangene Woche bereits die Warnschwelle von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gerissen wurde, hatte die Stadt unter anderem beschlossen, dass sich im öffentlichen Raum nur noch maximal fünf Menschen oder Personen aus höchstens zwei Haushalten treffen dürfen.

Vor allem Urlaubsrückkehrer infiziert

Das Infektionsgeschehen in der Stadt sei vor allem auf Reiserückkehrer aus Risikoländern in Osteuropa zurückzuführen, so die Stellvertreterin des Oberbürgermeisters. Insgesamt gehen laut der Stadt 36 der 40 Neuinfektionen der vergangenen Woche auf Risikogebiet-Reisende zurück.

Doppelter Corona-Test für Rückkehrer

Die weiteren ergriffenen Maßnahmen konzentrieren sich deshalb auch auf diese Personengruppe. So müssen sich Reiserückkehrer aus Risikoländern in häusliche Quarantäne begeben, bis sie zweimal negativ auf das SARS2-Virus getestet wurden.

Private Feiern weiterhin erlaubt

Private Feiern bleiben dagegen beispielsweise weiter erlaubt, da bisher kein Fall bekannt sei, der auf eine derartige Feier in Landshut zurückzuführen sei, sagte Widmann. Auch die eigentlich vorgesehene dritte Maßnahmen-Stufe für Schulen bleibt bis auf die Maskenpflicht für Grundschüler ausgesetzt. Das ist möglich, da die Behörden vor Ort frei entscheiden dürfen.

Noch ruhige Lage in Krankenhäusern

Bei den 40 Neuinfizierten der letzten sieben Tage handelt es sich um Menschen zwischen acht und 62 Jahren. Sie haben laut der Stadt ein Durchschnittsalter von 35 Jahren, die meisten haben nur milde oder bislang keine Symptome, so die Stadt.

In den Krankenhäusern der Stadt ist die Lage noch dementsprechend ruhig. Zwei bestätigte und zwei Verdachtsfälle werden auf normalen Stationen betreut. Ein Erkrankter muss auf der Intensivstation versorgt werden.

Anm. d. Red.: In Landshut dürfen sich im öffentlichen Raum oder in Gaststätten fünf Menschen oder höchstens zwei Haushalte treffen. Nicht, wie es in einer älteren Fassung dieses Artikels geheißen hatte, "fünf Menschen aus zwei Haushalten".

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