BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

NEU

Corona-Hotspot Landshut: Nirgendwo in Bayern mehr Fälle | BR24

© BR/Lisa Hinder

Die Stadt Landshut von oben

2
Per Mail sharen

    Corona-Hotspot Landshut: Nirgendwo in Bayern mehr Fälle

    Die Stadt Landshut hat aktuell die meisten Corona-Neuinfizierten in ganz Bayern. Auf 100.000 Einwohner hochgerechnet, kommen in den letzten sieben Tagen 41,4. Das überschreitet deutlich den festgelegten Signalwert von 35. Jetzt muss ein Konzept her.

    2
    Per Mail sharen

    Die Stadt Landshut hat aktuell (Stand 03.09. 00.00 Uhr) bayernweit die meisten Corona-Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen zu verzeichnen. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet, liegt der Wert der Sieben-Tage-Inzidenz bei 41,4 Infizierten. Damit ist der festgelegte Signalwert von 35 deutlich überschritten.

    Behörden müssen Konzept zur Eindämmung vorlegen

    Die zuständigen Stellen müssen nun ein Konzept erarbeiten, wie eine weitere Zunahme vermieden werden soll. Das Landshuter Landratsamt hat sich dazu bisher nicht geäußert. Wie eine Landshuter Lokalzeitung meldet, wurde der Regierung von Niederbayern bereits ein Konzept vorgelegt. Welche Maßnahmen es enthält, soll morgen bekannt gegeben werden, heißt es weiter.

    Zahlen in vielen "Hotspots" sinken wieder

    Momentan ist Landshut neben Memmingen und Ingolstadt die einzige Stadt in Bayern, die den Grenzwert überschreitet. Allerdings sinken die Werte der letzten beiden Städte bereits wieder: Laut LGL in Ingolstadt von 39,4 auf 35,04 heute und in Memmingen von 38,8 auf 36,5.

    Zuletzt hatten auch die Stadt Rosenheim und der Kreis Weißenburg-Gunzenhausen erhöhte Zahlen. Sie liegen heute aber wieder unter dem Wert von 35.

    In Niederbayern hatte zuletzt der Landkreis Kelheim den Sieben-Tage-Inzidenz-Wert überschritten. Ende August wurden dort 38 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner ermittelt.

    Das sind die aktuellen Corona-Zahlen für Bayern

    Im Freistaat haben sich seit Beginn der Pandemie 58.520 Menschen mit dem Coronavirus infiziert (Stand: 03.09.20, 08.00 Uhr). Das sind 325 Fälle mehr als gestern, wie das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mit Sitz in Erlangen auf seiner Internetseite mitgeteilt hat. 51.520 Corona-Infizierte gelten demnach als genesen. Die Zahl der Todesfälle ist laut LGL seit gestern nicht gestiegen und liegt bei 2.639.

    Die meisten Infizierten nach Regierungsbezirken zählt das LGL mit 26.656 in Oberbayern, die wenigsten mit 4.057 Fällen in Unterfranken. Bei der Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner erreicht unter den Regierungsbezirken Oberbayern mit 20,27 den höchsten Wert. Der niedrigste entsprechende Wert wurde in Oberfranken mit 3,75 registriert. Beide Werte sind seit gestern gesunken. München lag gestern bei 34,45, heute bei 31,87.

    💡 Warum die Schwellenwerte?

    Damit verstärkte Covid-19-Ausbrüche lokalisiert und eingedämmt werden können, wurden Schwellenwerte für Städte und Landkreise festgelegt: Der Grenzwert liegt bei 50, der Signalwert bei 35 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, was man "Sieben-Tage-Inzidenz" nennt. Ab einem Wert von 35 müssen die Gesundheitsämter erste Gegenmaßnahmen einleiten.

    "Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!