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Bildrechte: BR/Bibiane Wimbauer

Im Corona-Hotspot Landkreis Regen ist mit einer Verschärfung der Einschränkungen zu erwarten. Das sagte BR-Reporter Christian Riedl der Rundschau. Noch heute werde die zuständige Landrätin darüber die Öffentlichkeit informieren.

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Corona-Inzidenzwert 581: Regener Landrätin informierte

Im Corona-Hotspot Landkreis Regen ist der Inzidenzwert auf 581,3 gestiegen. Damit hat der Bayerwald-Landkreis den "Spitzenplatz" in Deutschland. Um 16 Uhr hat sich die Landrätin erneut dazu geäußert.

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Von
  • Kathrin Unverdorben
  • Christian Riedl
  • BR24 Redaktion

Der Landkreis Regen im Bayerischen Wald hat weiter den bundesweit höchsten Inzidenzwert in Bezug auf Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Laut den Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) beträgt der Wert heute 581,3. Heute Nachmittag um 16 Uhr informierte die Regener Landrätin Rita Röhrl (SPD) bei einer Pressekonferenz in Regen über das Infektionsgeschehen und die Lage in den beiden Arberlandkliniken Viechtach und Zwiesel.

Unter anderem wurde flächendeckender Distanzunterricht in Aussicht gestellt. Bis Mittwoch soll eine Notbetreuung stehen, dann auch der Distanzunterricht starten. Behindertenwerkstätten werden geschlossen, Hygienekonzepte in Betrieben und Heimen künftig noch stärker kontrolliert. Außerdem wird der Standort Zwiesel der Aberlandkliniken vorerst keine neuen Patienten mehr aufnehmen.

Steigender Inzidenzwert: 84 Neuinfizierte am Samstag

Wie das Landratsamt mitteilt, sind dem Gesundheitsamt am Samstag 84 Neuinfektionen gemeldet worden. Das hat den Inzidenzwert von über 500 nochmal ansteigen lassen. Der Landkreis belegt damit weiterhin den "Spitzenplatz" in Deutschland, gefolgt vom Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge in Sachsen (534,6). Nur diese beiden Landkreise liegen derzeit über einem Wert von 500 in Deutschland.

Die Kliniken im Landkreis sind bereits an der Belastungsgrenze. Wie es heißt, sind gestern zwei Männer und eine Frau an den Folgen der Covid-19 Erkrankung gestorben.

Strenge Corona-Maßnahmen

Bereits am Samstag waren im Landkreis die Corona-Schutzmaßnahmen verschärft worden. So gilt dort eine ganztägige Ausgangsbeschränkung. Das bedeutet, dass die rund 77.000 Einwohner im Landkreis Regen ihre Wohnung nur aus triftigen Gründen verlassen dürfen. Dazu zählen unter anderem Arbeit, Einkauf, Besuch enger Verwandter und die Versorgung von Tieren. Auch Sport und Bewegung an der frischen Luft sind erlaubt, allerdings nur alleine, mit Angehörigen des gleichen Hausstandes oder maximal zu zweit.

Landrätin will weitere Einschränkungen vermeiden

Der Aufenthalt im Landkreis Regen ist für Personen, die ihren Wohnsitz außerhalb haben, ebenfalls nur aus triftigen Gründen erlaubt. Landrätin Röhrl hatte bereits dazu aufgerufen, sich an die Beschränkungen zu halten. Sie wolle weitere Einschränkungen vermeiden.

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