BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite
© BR
Bildrechte: picture alliance/Robert Michael/dpa-Zentralbild/ZB

Auch der Landkreis Regen gehört zur Zeit zu den Corona-Hotspots in Deutschland. Die beiden Kreiskrankenhäuser stoßen langsam an ihre Grenzen: Zahlreiche Pflegekräfte haben sich angesteckt und fallen aus.

8
Per Mail sharen
  • Artikel mit Video-Inhalten

Corona-Hotspot: Kliniken im Landkreis Regen am Limit

Die Infektionszahlen im Kreis Regen sind erneut gestiegen. Die Kliniken im Landkreis haben mittlerweile ihre Belastungsgrenze beinahe erreicht. Mehrere Pflegekräften haben sich mit Covid-19 infiziert, es herrscht Personalmangel.

8
Per Mail sharen
Von
  • Christian Riedl
  • BR24 Redaktion

Der Landkreis Regen ist in den vergangenen Tagen einer der bundesdeutschen Corona-Hotspots geworden. Laut RKI liegt die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Regen derzeit bei 377,2 (30.11., 0 Uhr) - das ist bundesweit der fünftschlechteste Wert. Die beiden kommunalen Kliniken im Landkreis haben die Grenze der Belastung beinahe erreicht.

Mentale Belastungsgrenze erreicht

Dr. Christian Pötzl, Chefarzt der Arberlandkliniken im Landkreis Regen, sagte dem BR, dass sich allein im Lauf der vergangenen Woche die Zahl der Covid-19-Patienten im Krankenhaus Zwiesel von vier auf 26 erhöht habe. Im Krankenhaus in Viechtach, in dem besonders schwere Fälle behandelt werden, würden aktuell fünf Patienten auf der Intensivstation betreut, vier von ihnen würden künstlich beatmet, so Pötzl. Beim KLinikpersonal sei vor allem die mentale Belastungsgrenze.

Mehrere Pflegekräfte mit Covid-19 infiziert

Derzeit klagen die Arberlandkliniken über Personalmangel, mehrere Mitarbeiter haben sich mit Covid-19 infiziert und sind in Quarantäne. Jetzt führen die Arberlandkliniken täglich Schnelltests beim Personal durch, dabei wurden am Montag zwei weitere positive Fälle entdeckt. Nicht notwendige Operationen würden verschoben, Notfälle könnten weiter behandelt werden, so Pötzl.

Wechselunterricht an den Schulen

Landrätin Rita Röhrl hat unterdessen Änderungen für die Schülerinnen und Schüler angekündigt. Ziel sei, zumindest in den Grundschulen weiter Präsenzunterricht zu geben. Ab der siebten Jahrgangsstufe werde es im Landkreis Wechselunterricht geben. Woher die hohen Infektionszahlen kommen, wisse man nicht, so Röhrl. "Fakt ist, tschechische Berufspendler sind nicht der Auslöser, sonst hätten wir das Infektionsgeschehen noch ganz anders in den Betrieben".

"Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!