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Bildrechte: picture-allinace/dpa

In Coburg sind zahlreiche Bewohner und Beschäftigte von zwei stationären Pflegeeinrichtungen positiv auf das Coronavirus getestet worden.

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Corona-Hotspot Coburg: Höchster Inzidenzwert in Bayern

In Coburg sind zahlreiche Bewohner und Beschäftigte von zwei stationären Pflegeeinrichtungen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Inzidenzwert ist inzwischen auf 562,43 gestiegen. Einen höheren Wert gibt es nirgendwo in Bayern.

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Von
  • Richard Padberg
  • Thorsten Gütling

Die Lage spitzt sich zu in Coburg. Es gibt es ein starkes Corona-Ausbruchsgeschehen in zwei lokalen Hotspots. Zahlen werden nicht genannt. Aber in zwei stationären Pflegeeinrichtungen seien viele Tests sowohl vom Personal als auch von Bewohnern positiv ausgefallen, teilt die Stadt mit.

Coburgs Corona-Inzidenzwert steigt deutlich an

Daher ist der vom Robert-Koch-Institut (RKI) und dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) gemeldete Sieben-Tage-Inzidenzwert deutlich angestiegen. Demnach infizieren sich in der Stadt derzeit 562 von 100.000 Einwohnern innerhalb einer Woche mit dem Coronavirus. Damit weist Coburg den höchsten Inzidenzwert in ganz Bayern auf. Deutschlandweit liegen nur vier Landkreis in Sachen Inzidenz noch vor der Stadt Coburg. Das sind der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (628), der Landkreis Zwickau (603), der Landkreis Bautzen (588) und der Landkreis Altenburger Land (567).

Coburg spricht von bis zu drei Hotspots in der Stadt

Die Stadt werde aber, auch mit Rücksicht auf Weihnachten, die Corona-Regeln nicht verschärfen, betonte der Pressesprecher der Stadt, Louay Yassin. Die Zunahme der Corona-Fälle beschränke sich weitgehend auf zwei bis drei Hotspots in der Stadt.

Stadt empfiehlt Bürgern weniger soziale Kontakte

Dennoch bittet die Stadt Coburg weiterhin dringlich darum, sich auch an Weihnachten mit Besuchen zurückzuhalten. In der Stadtbevölkerung sei das Infektionsgeschehen weiterhin hoch und diffus. Nur ein massives Zurückfahren der Kontakte könne Besserung bringen.

Lautsprecherwagen fahren durch die Stadt

In Coburg fahren Lautsprecherwagen durch die Stadt. Mit den Durchsagen bittet die Stadt die Bürgerinnen und Bürger, insbesondere vor Weihnachten möglichst zuhause zu bleiben, die Kontakte zu reduzieren, Abstand zu halten und eine Maske zu tragen. Nur wenn man sich jetzt einschränke, verhindere man strengere Verbote.

Soldaten helfen im Klinikum Coburg aus

Unterstützung erhalten Stadt und Landkreis Coburg unterdessen von der Bundeswehr. Wie das Landratsamt am Dienstag mitteilte, unterstütze ein zehnköpfiges Team des Bundeswehrstandortes Kümmersbruck in der Oberpfalz seit einigen Tagen die Kontaktermittler im Gesundheitsamt. Weitere 27 Soldaten aus Oberviechtach seien am Dienstag angekommen, um im Coburger Klinikum zu helfen.

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