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Corona: Hof kooperiert mit Nachbarn aus Sachsen und Thüringen | BR24

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Hof kooperiert mit Nachbarn aus Sachsen und Thüringen, um die Corona-Pandemie einzudämmen.

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Corona: Hof kooperiert mit Nachbarn aus Sachsen und Thüringen

Sieben der zehn höchsten Corona-Inzidenzwerte in Deutschland liegen in Thüringen, Sachsen oder Bayern. Drei Landräte aus den betroffenen Gebieten haben sich deshalb zusammengeschlossen und gemeinsame Ziele zur Eindämmung der Pandemie formuliert.

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Von
  • Christoph Röder

Bei einem Drei-Länder-Gespräch haben sich der Landkreis Hof, der thüringische Saale-Orla-Kreis sowie der sächsische Vogtlandkreis auf gemeinsame Ziele in der Corona-Pandemie geeinigt. Das teilten die Landräte in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit. Es wurde ein gemeinsames Vorgehen in vier Bereichen vereinbart.

Mehr Impfstoff für Regionen mit hohen Inzidenzen

Höchste Priorität habe demnach eine schnelle Immunisierung der Region. Trotz der bereits erfolgten zusätzlichen Lieferungen von Impfdosen in die Grenzregion plädieren die drei Landräte von CDU und CSU für weiteren zusätzlichen Impfstoff. "Dies wäre ein Mehrwert für ganz Deutschland", sind sich Oliver Bär aus Hof, Thomas Fügmann aus dem Saale-Orla-Kreis und Rolf Keil aus dem Vogtlandkreis einig.

Auch Hof fordert Maßnahmen für Öffnungen

Zudem wünschen sich die drei Landkreise testbasierte Öffnungsperspektiven für die Region, in der aufgrund der hohen Inzidenzen bisher kaum Öffnungsmaßnahmen erfolgt sind. Das erhöhe auch die Zahl der getesteten Personen und trage aus Sicht der Landräte zu mehr Sicherheit bei.

Das dritte Kooperationsfeld bilden die Kliniken: Man wolle bei der Verteilung der Patienten auf verfügbare Intensivbetten noch enger zusammenarbeiten als bisher.

Hochinzidenz-Gebiete brauchen mehr Corona-Hilfen

Den vierten und letzten Punkt betrifft den Corona-Aufbau-Fonds der Europäischen Union. Hier fordern die Landkreise, dass Geld in Deutschland vor allem dorthin fließen solle, wo die größte Last zu tragen sei. Das seien insbesondere die Regionen in direkter Nachbarschaft zu Tschechien. Das Land habe derzeit im Europäischen Vergleich die höchsten Fallzahlen.

Corona-Fälle in tschechischen Grenzregionen gesunken

Die direkt angrenzenden Bezirke auf tschechischer Seite melden aktuell (Stand: 29. März 2021) laut tschechischem Gesundheitsministerium allerdings durchgehend niedrigere 7-Tage-Inzidenzen als auf deutscher Seite. Der Bezirk Cheb weist mit 75,3 derzeit die niedrigste Infektionsrate pro 100.000 Einwohner in ganz Tschechien auf. Hof und seine nördlichen Nachbarlandkreise zählen zu den am stärksten von der Pandemie betroffenen Regionen Deutschlands. Die 7-Tage-Inzidenzen liegen laut Robert-Koch-Institut bei 240,5 im Landkreis Hof, bei 411 im Saale-Orla-Kreis und bei 425 im Vogtlandkreis.

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Drei Landkreise aus Hochinzidenz-Regionen fordern mehr Impfstoff für die betroffenen Gebiete.

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