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Corona: Hilfsangebote von Vereinen und Privatpersonen | BR24

© BR/ Pirmin Breninek

In Zeiten des Coronavirus gibt es große Hilfsbereitschaft. In verschiedenen Ecken Unterfrankens schließen sich gerade Menschen über die sozialen Netzwerke oder Vereine zusammen, um anderen zu helfen. Kinderbetreuung, Nachhilfe oder Einkaufsfahrten.

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Corona: Hilfsangebote von Vereinen und Privatpersonen

In Zeiten des Coronavirus gibt es große Hilfsbereitschaft. In verschiedenen Ecken Unterfrankens schließen sich gerade Menschen über die sozialen Netzwerke oder Vereine zusammen, um anderen zu helfen. Kinderbetreuung, Nachhilfe oder Einkaufsfahrten.

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Einkaufsfahrten bietet seit dieser Woche zum Beispiel der 1.FC Iphofen (Landkreis Kitzingen) an. Das Angebot ist für Menschen aus Iphofen gedacht, die zur Corona-Risikogruppe gehören. Zweimal wöchentlich wollen die Vereinsmitglieder einkaufen und die Besorgungen bis vor die Haustüre bringen. Ein ähnliches Angebot gibt es vom BRK Kreisverband Würzburg. Auch dieser bietet Einkaufsfahrten an.

"Wir wollen niemanden verdrängen, wir wollen eigentlich nur da einspringen, wo niemand da ist, der das machen kann." Stefan Krüger, BRK Kreisverband

Auch über Facebook organisieren sich viele Freiwillige. In eigenen Gruppen bieten sie dort Hilfe und Unterstützung an. Solche "Corona Hilfen" existieren bereits in Würzburg, Schweinfurt, Kitzingen und dem Landkreis Main-Spessart. Die Corona-Hilfe Main-Spessart gibt es seit Freitag auf Facebook. Die Gruppe hat inzwischen über 2.300 Mitglieder. Erste Hilfsangebote konnten bereits vermittelt werden, sagt Initiator Andreas Bachmann.

Coronavirus: Alles Wissenswerte finden sie hier.

Hilfsleistungen aller Art

So hat beispielsweise ein Senior, der aktuell seine Pferde nicht mehr wie gewünscht pflegen kann, zwei Personen gefunden, die für ihn einspringen. Insgesamt sei die Nachfrage nach solchen Hilfsangeboten momentan aber noch überschaubar. Einen möglichen Grund dafür sieht Bachmann darin, dass viele Menschen noch gut versorgt sind. Andererseits sieht er eine Schwierigkeit darin, dass gerade ältere Menschen häufig nicht im Internet unterwegs sind.

"Wir haben zwar eine Seniorin mit 84, die in der Gruppe aktiv ist, aber das ist eine Ausnahme." Andreas Bachmann, Corona-Hilfe Main-Spessart

Derzeit steht Bachmann deshalb im Kontakt mit Bürgermeistern und Landrat. Sein Ziel ist es nun die große Hilfsbereitschaft im Netz auszuweiten – zum Beispiel dadurch, dass auch die Kommunen, bei denen Anfragen eingehen, auf die digitalen Listen zurückgreifen.

Corona-Hilfe auch in Schweinfurt

Inzwischen hat sich auch in Schweinfurt eine Corona-Hilfe gebildet. Die Facebook-Gruppe hat schon über 1.600 Mitglieder. Ins Leben gerufen hat sie Britta Maier-Brunnhuber.

"Wir möchten so viele hilfsbedürftige Menschen wie möglich erreichen", sagt sie. "Es geht um konkrete Hilfe wie Einkaufen, Gassi gehen mit dem Hund oder Botengänge." Britta Maier-Brunnhuber

Virtueller Senioren-Stammtisch in Würzburg

Um der Einsamkeit der Senioren entgegenzuwirken, haben zwei Würzburger einen täglichen virtuellen Senioren-Stammtisch ins Leben gerufen. "Gerade in Zeiten, in denen Cafés und Stadtbibliotheken geschlossen haben, soll so für Ältere Personen eine Möglichkeit eröffnet werden, miteinander zu reden und sich dabei auch zu sehen", sagen Peter Wisshofer und Herbert Schmidt vom Internetcafé "Von Senioren für Senioren". Möglich macht das die Webkonferenzsoftware Zoom.

Auch der virtuelle Stammtisch hat feste Öffnungszeiten. Diese sind täglich von 14.00 Uhr bis 14.45 Uhr. Wenn großes Interesse herrscht, möchten die virtuellen "Wirtsleute" ihren Stammtisch erweitern und die Öffnungszeiten ausweiten.