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Kommunalwahlen

Corona: Hier planen Oberpfälzer Landkreise Behelfskrankenhäuser | BR24

© picture alliance/dpa/Ulrich Baumgarten

Leerstehende Kliniken oder ungenutzte Turnhallen können in der Oberpfalz jetzt als Behelfskrankenhäuser genutzt werden.

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    Corona: Hier planen Oberpfälzer Landkreise Behelfskrankenhäuser

    Wo können im Ernstfall Corona-Patienten untergebracht werden, wenn die Krankenhäuser ausgelastet sind? Die Landkreise in der Oberpfalz versuchen jetzt, Reservekapazitäten zu schaffen. An einigen Orten gibt es schon Behelfskrankenhäuser.

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    In Weiden und in Oberviechtach sind in den vergangenen Tagen sogenannte Behelfskrankenhäuser für zusätzliche Corona-Patienten eingerichtet worden. Auch in anderen Oberpfälzer Landkreisen gibt es Überlegungen, wie im Ernstfall die Zahl der Behandlungsbetten aufgestockt werden könnte.

    Wird Parsberger Krankenhaus reaktiviert?

    Im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz gibt es aktuell zwar noch keine konkreten Planungen für die Einrichtung eines Behelfskrankenhauses. Hier stünde jedoch das erst Ende Januar geschlossene Kreiskrankenhaus in Parsberg als Behelfshospital zur Verfügung, sagte ein Sprecher des Landkreises. Das Krankenhaus ist noch komplett eingerichtet und könnte schnell in Betrieb genommen werden. BRK und THW würden derzeit alle technischen und organisatorischen Fragen klären.

    Problem ist hier das fehlende Personal. Weil das Kreisklinikum in Neumarkt keine Ärzte und kein Pflegepersonal nach Parsberg abstellen könnte, müsste das Krankenhauspersonal anderweitig zusammengestellt werden.

    Roding ist Schwerpunktkrankenhaus

    Im Landkreis Cham ist bereits vor zwei Wochen festgelegt worden, die Sanaklinik in Roding als Schwerpunktkrankenhaus für Coronafälle vorzuhalten. Dort gebe es aktuell noch ausreichend Bettenkapazitäten, sagte ein Sprecher des Landkreises.

    Ähnlich verfahren die Verantwortlichen auch im Landkreis Amberg-Sulzbach. Dort werden im Sankt Anna Krankenhaus in Sulzbach-Rosenberg freie Betten vorgehalten, die im Ernstfall für Corona-Patienten zur Verfügung stehen würden, sagte eine Sprecherin des Landratsamtes auf Anfrage. Im Bedarfsfall könnten auch Schulturnhallen zu Behelfskrankenhäusern umgerüstet werden.

    Debatte um Corona-Tests in Regensburg

    In Regensburg ist unterdessen eine Debatte um den Bedarf von Corona-Teststationen entbrannt. Die CSU-Fraktion und Oberbürgermeister-Kandidatin Astrid Freudenstein hatten den Aufbau zusätzlicher Teststationen gefordert. Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer (SPD) wies den Vorschlag zurück. Gesundheitsamt, Ärzte und Krankenhäuser hätten bisher dringend davon abgeraten, zum Beispiel eine "Drive In"-Teststrecke zu installieren, sagte Maltz-Schwarzfischer. Sollte jedoch ein zusätzlicher Teststandort gewünscht werden, werde dieser unmittelbar umgesetzt.

    Turnhallen in Weiden umfunktioniert

    In der Stadt Weiden sind bereits am Wochenende zwei Turnhallen des Kepler-Gymnasiums zu einem Behelfskrankenhaus mit insgesamt 80 Betten umgerüstet worden. Derzeit sind dort noch keine Patienten untergebracht. Die Einrichtung kann aber im Bedarfsfall jederzeit in Betrieb gehen. Der Landkreis Schwandorf hatte am Montag angekündigt, man werde im Bedarfsfall leerstehende Stationen in der Asklepios-Klinik Oberviechtach als Behelfskrankenhaus für Corona-Patienten nutzen.