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Corona: Herrmann rät dringend von Ausflügen ab | BR24

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Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann zieht eine positive Bilanz der ersten Woche mit Ausgangsbeschränkungen, ruft die Bürger aber dazu auf, am Wochenende auf Ausflüge in die Berge zu verzichten.

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Corona: Herrmann rät dringend von Ausflügen ab

Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann ruft die Bürger dazu auf, am Wochenende auf Ausflüge in die Berge zu verzichten. Insgesamt zieht er eine positive Bilanz der ersten Woche mit Ausgangsbeschränkungen.

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"Es ist nicht der Sinn der Sache, wenn Leute zuhauf meinen, über 50 oder 100 Kilometer in die Berge fahren zu müssen. Da rate ich dringend davon ab", sagte der bayerische Innenminister Joachim Herrmann im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk.

Für die betroffenen Landkreise wie Miesbach und Garmisch-Partenkirchen seien Ausflügler eine Belastung, zum Beispiel für die örtliche Bergwacht: "Es ist schon eine Belastung, wenn man in solch einer Situation jemanden retten muss, der sich den Fuß umknickt."

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Ausflüge "nicht der Sinn der Sache"

Außerdem sei zum Beispiel der Landkreis Miesbach inzwischen einer der Landkreise mit der höchsten Zahl an Corona-Infizierten.

"Darum kann ich nur in jeder Hinsicht davon abraten, auch wenn morgen schönes Wetter werden wird, das zum Anlass zu nehmen, das für solche Ausflüge zu nutzen. Das ist nicht der Sinn der Sache."

Nach der ersten Woche mit Ausgangsbeschränkungen in Bayern zog Herrmann eine positive Bilanz. Man spüre, dass die allermeisten Menschen hierzulande das nicht nur für richtig halten, sondern auch die Vorschriften beachten.

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Zu dem Aufruf, dass sich Bürger bei der Polizei melden sollen, wenn sie sehen, dass sich jemand nicht an die Ausgangsbeschränkungen hält, sagte Herrmann:

"Es geht um die Gesundheit der Menschen, und darum ist es erst mal richtig, wenn ein Bürger selbst aktiv wird, wenn zum Beispiel beim Einkaufen jemand in der Warteschlange die empfohlenen Abstände nicht einhält."

Das gelte auch, wenn man merkt, dass in der Nachbarschaft eine Kneipe betrieben werde. Es gehe um mehr als um nur eine formale Vorschrift, betont Herrmann. Lädt der eigene Nachbar Freunde zu sich ein, dann wäre es laut Herrmann erst einmal sinnvoll, "wenn sie in guter Nachbarschaft selber drauf hinweisen, dass das unverantwortlich ist. Wenn es aber jemand gar nicht einsehen will, dann ist es nicht verkehrt, wenn man dann auch bei der Gemeinde oder der Polizei anruft."

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