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Corona-Frühwarnwert: Landshut führt doppelte Testpflicht ein | BR24

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Nach dem bayernweit stärksten Anstieg von Corona-Neuinfektionen hat die Stadt Landshut eine doppelte Testpflicht für Reiserückkehrer aus Risikogebieten eingeführt. Außerdem wurde der verkaufsoffene Sonntag an diesem Wochenende abgesagt.

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Corona-Frühwarnwert: Landshut führt doppelte Testpflicht ein

Nach dem bayernweit stärksten Anstieg von Corona-Neuinfektionen hat die Stadt Landshut eine doppelte Testpflicht für Reiserückkehrer aus Risikogebieten eingeführt. Außerdem wurde der verkaufsoffene Sonntag an diesem Wochenende abgesagt.

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Von
  • Uli Scherr

Nach dem Überschreiten des Corona-Frühwarnwertes hat die Stadt Landshut am Donnerstagabend den für das Wochenende geplanten verkaufsoffenen Sonntag mit dem Kunst- und Antikmarkt in der Innenstadt abgesagt. Außerdem wurden weitere Maßnahmen angeordnet, um die Infektionsrate zu senken. Diese gelten vorerst für eine Woche.

Maximal fünf Personen am Wirtshaustisch

Generell dürfen sich in Landshut im öffentlichen Raum nur noch Gruppen von bis zu fünf Menschen aufhalten. Auch im Wirtshaus dürfen maximal fünf Menschen an einem Tisch sitzen. Von der Regelung ausgenommen sind nach Angaben der Stadt unter anderem Angehörige des eigenen Hausstands, sowie Lebenspartner und Geschwister. Außerdem dürfen sich die Angehörigen von zwei verschiedenen Haushalten treffen.

Die Stadt beschloss außerdem, dass sich Reiserückkehrer aus Risikogebieten zweimal testen lassen müssen: Unmittelbar nach der Einreise und dann noch einmal nach fünf bis sieben Tagen. Erst wenn beide Ergebnisse negativ ausfallen, dürfen die getesteten die häusliche Quarantäne verlassen.

Bürgermeisterin verteidigt Maßnahmen

Landshuts 3. Bürgermeisterin Jutta Widmann (FW) warb um Verständnis. Es sei notwendig gewesen, schnell zu handeln. "Die Maßnahmen sind so konzipiert, dass sie wirkungsvoll, aber dem Infektionsgeschehen angemessen sind", sagte Wittmann. Sie vertritt Landshuts Oberbürgermeister Alexander Putz, der noch im Urlaub ist.

In Landshut lag die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstag bei einem Wert von 41,3. Das bedeutet: In den vergangenen sieben Tagen haben sich pro 100.000 Einwohner mehr als 41 Menschen neu mit dem Coronavirus angesteckt. Unter den Infizierten sind offenbar viele Reiserückkehrer aus Osteuropa und den Balkanstaaten.

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