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Corona-Frühwarnsystem: Studie mit Abwasser aus Weiden | BR24

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Die Corona-Neuinfektionen steigen an - eine zweite Welle wird befürchtet. Aber vielleicht können Hotspots bald schneller ermittelt werden: Mit Abwasser als Frühwarnsystem. Die TU München arbeitet daran.

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Corona-Frühwarnsystem: Studie mit Abwasser aus Weiden

Schneller mögliche Corona-Neuinfektionen oder Hotspots lokalisieren: Das ist das Ziel einer neuen Studie der TU München. Kläranlagen aus Bayern liefern Abwasser, das dann untersucht wird – Proben liefert auch die Stadt Weiden.

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Mit einer Studie an der TU München soll ein Corona-Frühwarnsystem aus dem Abwasser entstehen. Insgesamt sechs Kläranlagen in Bayern liefern einmal in der Woche Abwasser-Proben zu – aus Weiden, München, Starnberg, Freising, Augsburg und Erlangen.

Schneller Ergebnisse als vom Arzt

Leiter der Studie ist Professor Jörg Drewes an der TU München. Er und sein Team untersuchen die Proben auf das neuartige Coronavirus und erforschen, wie es sich im Abwasser verhält und abbaut. Ein Infizierter scheide das Virus bereits aus, auch wenn die Symptome noch nicht sehr ausgeprägt seien, sagt der Wissenschaftler. Daher ist das Virus dann auch im Abwasser zu finden.

Je nach Konzentration der Virus-Rückstände und auf einen gewissen Zeitraum gesehen könnten dann Rückschlüsse gezogen werden auf mögliche Neuinfektionen in Stadtteilen oder Straßenzügen. Ein Trend, ob und wo mehr Neuinfektionen entstanden sind, würde damit viel schneller vorliegen als wenn Patienten mit Symptomen zum Arzt gehen, ein Corona-Test ausgewertet wird und die Behörden die Infektion erfassen.

Zudem könnten mit der Feststellung im Abwasser auch Infektionen erfasst werden von Menschen, die keine Symptome zeigen, so Drewes.

Früher Hotspots lokalisieren

Ziel sei es, anhand der Konzentration des Virus im Abwasser Rückschlüsse auf die Zahl der Neuinfektionen zu ziehen. Einmal in der Woche nehmen die Laboranten in den sechs Kläranlagen daher 24-Stunden-Mischproben aus dem Zulauf des Abwassers.

Die Studie soll noch einige Wochen andauern, möglicherweise können die Verfahren dann sogar flächendeckend eingesetzt werden und frühzeitig auf mögliche neue Hotspots oder einen Anstieg der Infektionen hinweisen.

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