BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

NEU

Corona-Folgen: Reha-Kliniken schlagen Alarm | BR24

© BR/Jürgen Eichinger

Das Johannesbad in Bad Füssing.

2
Per Mail sharen

    Corona-Folgen: Reha-Kliniken schlagen Alarm

    Die Reha-Kliniken in Niederbayern sind in Alarmbereitschaft: Wegen der Corona-Krise drohen Insolvenzen. Erste Kliniken müssen bereits zum Ende der Woche schließen. Alle Patienten werden nach Hause und die Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt.

    2
    Per Mail sharen

    Die niederbayerischen Reha-Kliniken schlagen Alarm: Wegen der Corona-Krise drohen ihnen Insolvenzen. Da planbare Operationen verschoben wurden, entfallen auch die Anschluss-Heilbehandlungen. Es gibt bereits eine Klinik in Schwaben, in der sich kein einziger Patient mehr befindet.

    Coronavirus: Alles Wissenswerte finden Sie hier.

    Ein Fünftel der Betten nur belegt

    Laut einer Pressemitteilung der Johannesbad Holding in Bad Füssing (Lkr. Passau) würden erste Kliniken bereits zum Ende der Woche schließen müssen. In der Eltern-Kind-Klinik in Lechbruck im Allgäu mussten bereits alle Patienten nach Hause und die Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt werden. In der Johannesbad Fachklinik arbeite noch etwa die Hälfte der Mitarbeiter, lediglich ein Fünftel der Betten sei belegt.

    Die Übersichtskarte zu den aktuellen Coronavirusfällen in Bayern finden Sie hier.

    Kritik an Bundesregierung

    Der Johannesbad-Vorstandsvorsitzender York Dhein kritisiert in diesem Zusammenhang die Bundesregierung: Der neue Gesetzentwurf des COVID-19-Krankenhausentlastungsgesetzes habe die Vorsorge- und Rehakliniken schlichtweg vergessen. Der Entwurf lasse die Reha-Einrichtungen und Fachkliniken allein mit der Frage, wie sie in den nächsten Wochen ihre rund 120.000 Mitarbeiter bezahlen könnten, so Dhein. Das Problem: Reha-Patienten würden nach Hause geschickt oder in Kliniken verlegt, geplante Operationen in Akutkliniken verlagert, die Nachsorge falle aus. All das führe Reha-Kliniken bei fehlender finanzieller Absicherung in die Insolvenz. Ärzte und Pflegekräfte müssten nach Hause geschickt werden. Dhein wies auch darauf hin, dass Kliniken der Johannesbad Gruppe bereit stünden, während der Corona-Pandemie Krankenhäuser zu entlasten.

    💡 Hintergrund:

    Die Johannesbad Gruppe ist einer der größten Gesundheitsdienstleister, hat an elf Standorten 2.000 Mitarbeiter und einen Gesamtumsatz von 130 Millionen Euro.

    "Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!