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BR24Live - Corona-Exit: Söder will langsamer vorgehen | BR24

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Archovbild: Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, spricht während einer Pressekonferenz in der bayerischen Staatskanzlei.
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BR24Live - Corona-Exit: Söder will langsamer vorgehen

Bayern ist in Deutschland mit am stärksten vom Coronavirus betroffen. Deshalb will Ministerpräsident Söder Schulen und Geschäfte später öffnen als andere Bundesländer. Über den Fahrplan will das Kabinett informieren - ab 12.25 Uhr im Livestream.

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Bayern will die Corona-Beschränkungen langsamer lockern als andere Bundesländer. Mit Blick auf die Öffnung der Schulen sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Mittwoch, dass ab dem 27. April die Prüfungsvorbereitungen für Schüler, die Abitur, Quali oder Mittlere Reife machen würden, beginnen sollen. Ab dem 11. Mai sollen dann Anschlussklassen folgen, also Viertklässler, die im kommenden Jahr die Schule wechseln. In anderen Bundesländern wird der Unterricht bereits ab dem 4. Mai wieder aufgenommen.

Handelsverband hätte sich "schnellere Gangart" gewünscht

Für Ladenbesitzer gilt es abzuwarten, welche Zeiträume für welche Geschäftsgrößen vom bayerischen Kabinett beschlossen werden. Nach Beratungen der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte Söder, man werde bei den Öffnungen von Geschäften im Freistaat "etwas zeitversetzt" vorgehen.

Man blicke mit Argusaugen auf die Kabinettssitzung, so Geschäftsführer des Handelsverbands Bayern, Bernd Ohlmann. "Ehrlich gesagt hätten wir uns eine schnellere Gangart gewünscht und zwar für alle Geschäfte unabhängig von der Größe", sagte Ohlmann dem BR.

Grünen kritisieren weiter Versorgung mit Masken

Die größte Oppositionspartei im Landtag, die Grünen, befürworten die schrittweise Lockerungen, wollen aber auch ein gemeinsames Vorgehen der Länder. Zum Maskengebot sagte Fraktionschefin Katharina Schulze: "Es reicht nicht, wenn Markus Söder regelmäßig ein Showbild vor einem Maskenplakat macht, es ist seine Aufgabe zu sorgen, dass alle Masken haben." Söder erneuerte bei der Pressekonferenz mit der Bundeskanzlerin seine dringende Empfehlung, einen Mund-Nase-Schutz zu tragen.

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Es war der "Tag der Entscheidung" in Berlin, wie es mit den Schutzmaßnahmen gegen die Corona-Pandemie weitergehen soll. Im Interview mit dem Rundschau Magazin erläutert Ministerpräsident Söder, dass Bayern einen vorsichtigeren Weg einschlagen wird.

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