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Weil es in Schwaben viele Gegenden mit einer unterdurchschnittlichen Impfquote gibt, bekommen eine Menge Landkreise und Städte zusätzlichen Impfstoff - und zwar von Moderna und Astrazeneca. Einige Landkreise erhalten die erste Lieferung.

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Corona: Etliche Impfstoff-Sonderlieferungen für Schwaben

Weil es in Schwaben viele Gegenden mit einer unterdurchschnittlichen Impfquote gibt, bekommen eine Menge Landkreise und Städte zusätzlichen Impfstoff - und zwar von Moderna und Astrazeneca. Einige Landkreise erhalten die erste Lieferung.

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Von
  • Judith Zacher
  • Roswitha Polaschek

Jeweils rund 7.000 Extra-Impfdosen gehen in den nächsten Wochen an die Landkreise Dillingen, Günzburg, Unterallgäu, Lindau und Aichach-Friedberg. Die Sonderzuteilungen sollen die geringere Ärztedichte in den Landkreisen ausgleichen. Der Dillinger Landrat Leo Schrell und andere hatten das wochenlang gefordert.

Mehr Erstimpfungen wegen Sonderlieferung

2.500 der Dosen sind für Erstimpfungen mit Moderna, weitere 2.000 mit Astrazeneca für Erst- und Zweitimpfungen und die weiteren 2.500 Dosen für die zweite Impfung mit Moderna folgen laut Mitteilung des Ministeriums sechs Wochen später.

Viele Landkreise bekommen schon heute zusätzlichen Impfstoff

Der Landkreis Dillingen wird seine erste Lieferung heute bekommen, genau wie die Landkreise Günzburg, Unterallgäu und Lindau. Weitere Landkreise, wie der Landkreis Augsburg, Oberallgäu und die Stadt Kaufbeuren bekommen in Kürze je 4.800 Impfdosen extra. Mit 2.400 Dosen wird der Landkreis Donau-Ries bedacht. Das teilt das Gesundheitsministerium mit. Gesundheitsminister Klaus Holetschek bestätigte dies bei seinem Besuch am Donnerstag im Wertinger Impfzentrum.

Wenig Ärzte im Landkreis führt zu weniger Impfstoff

Davor war Holetschek in der Praxis des Dillinger Hausarzts Alexander Zaune zu Besuch. Die Extra-Zuteilung von Impfstoff sei ein positives Zeichen, so Zaune. Er hatte dem Minister die spezielle Problematik im Landkreis Dillingen dargelegt: Dort gibt es unterdurchschnittlich viele Ärzte, somit sinkt die Impfquote immer weiter im bayernweiten Vergleich. Er hoffe jetzt sehr, dass sich etwas tue, so Zaune. Der Minister habe das Problem erkannt, im Pressegespräch am Impfzentrum sagte er auch, dass der Ärztemangel auf dem Land ein Problem sei, das man angehen müsse.

Viele bayerische Landkreise bekommen zusätzlichen Impfstoff

Die Extra-Impfdosen gehen an insgesamt 28 Landkreise in Bayern mit einer unterdurchschnittlichen Impfquote. Dabei handelt es sich um Impfstoff, der für Impfzentren geplant wurde und umverteilt wird. Die Lieferungen werden damit nicht von den Arztpraxen abgezweigt, betont Holetschek. Insgesamt werden in Bayern 100.000 Extra-Dosen Moderna und 40.000 Dosen Astrazeneca zur Verfügung gestellt.

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