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Corona: Entspannung in Rosenheim | BR24

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Für Lockerungen, die demnächst greifen, gibt es Bedingungen: Die Zahl der Neuinfektionen darf nicht über 50 pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche steigen. Sonst werden die Lockerungen zurückgenommen. Das würde Rosenheim treffen.

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Corona: Entspannung in Rosenheim

Rosenheim hatte besonders viele Corona-Fälle. Jetzt unterschreitet die Stadt knapp die Obergrenze der wöchentlichen Neuinfektionen, die Lockerungen zulässt. Asylbewerberunterkünfte müsse man "herausrechnen", so das Rosenheimer Gesundheitsamt.

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Rosenheim war bayernweit von der Corona-Pandemie am schlimmsten betroffen. Jetzt aber ist klar: Die von Bundeskanzlerin Angela Merkel vorgestellte Obergrenze von 50 Corona-Neuinfektionen pro Woche auf 100.000 Einwohner, die sogenannte "7-Tage-Inzidenz", betrifft die Stadt Rosenheim nicht so stark, wie zunächst angenommen.

  • Alle Entwicklungen zum Coronavirus in Oberbayern finden Sie hier.

Rosenheim bleibt knapp unter der Obergrenze

Nach dem aktuellen Bericht des Robert Koch-Instituts wurde in der Stadt Rosenheim die Obergrenze unterschritten: Registriert wurden 49 Fälle pro 100.000 Einwohner. Das Staatliche Gesundheitsamt Rosenheim sehe deswegen keinen Grund Lockerungen wieder zurückzunehmen.

Beschränkungen bei Überschreitung der Neuinfektionen

Bund und Ländern hatten gestern vereinbart, dass in Landkreisen oder kreisfreien Städten mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen sofort wieder ein konsequentes Beschränkungskonzept umgesetzt wird.

LGL: Langsames Öffnen ist der richtige Weg

Der Präsident des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Andreas Zapf, sagte, dass er nicht mit Gewissheit prognostizieren könne, wie stark die Infektionszahlen nach Beginn der Lockerungen wieder nach oben gehen werden. "Wir haben ja alle überhaupt keine Erfahrung mit diesen Maßnahmen." Ein "langsames Öffnen", Bewerten und gegebenenfalls Gegensteuern sei aber der richtige Weg, so Zapf.

Infizierte in Asylbewerberunterkünften weglassen

Der Leiter des Rosenheimer Gesundheitsamts, Wolfgang Hierl, hält eine statistische Obergrenze von Neu-Erkrankungen in der Allgemeinbevölkerung indes grundsätzlich für richtig. Die Fallzahlen müsse man allerdings differenziert betrachten, denn in Rosenheim müssten die positiv getesteten Personen in Asylbewerberunterkünften herausgerechnet werden. Werde diese Zahl abgezogen, so liege die 7-Tage-Inzidenz für die Stadt Rosenheim derzeit bei 35 Fällen pro 100.000 Einwohnern und damit weit unter 50-er Marke. In der Stadt Rosenheim stehen derzeit drei Asylbewerberunterkünfte unter Quarantäne.

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