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Corona: Deutlich mehr Münchner leben von Hartz IV | BR24

© picture alliance / Geisler-Fotopress | Christoph Hardt/Geisler-Fotopress

Menschen warten vor der Agentur für Arbeit.

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    Corona: Deutlich mehr Münchner leben von Hartz IV

    Was die Corona-Krise für die Menschen in Bayern bedeutet, zeigt sich auch an den Arbeitslosenzahlen. Seit Beginn der Pandemie ist die Zahl der Hartz-IV-Empfänger deutlich gestiegen. Besonders stark betroffen: die Stadt München.

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    Von
    • Sandra Demmelhuber
    • Manuel Rauch

    Die Corona-Krise zeigt sich immer deutlicher auch an den Arbeitslosenzahlen. Besonders hart trifft es die Menschen in München. In der Landeshauptstadt beziehen derzeit rund 54.000 Menschen Hartz-IV-Leistungen. Das sind gut 20 Prozent mehr als im Februar.

    Arbeitslosigkeit in München auf hohem Niveau

    Warum in Bayern die Stadt München derart stark betroffen ist, hat laut Annette Farrenkopf vom Jobcenter München vor allem zwei Gründe: Zum einen sei München von einem "Super-Niveau" in der Arbeitslosigkeit aus gestartet. Dann wirke sich dies auch deutlicher aus.

    Viele Selbstständige, viel Tourismus und Gastronomie

    Der zweite große Grund ist laut Farrenkopf, dass München eine Dienstleistungsstadt sei. Deshalb sei die Stadt von der Corona-Pandemie besonders betroffen.

    Was heißt das genau? In München gibt es viele Selbstständige, die mittlerweile auf Hartz-IV-Leistungen angewiesen sind. Viele von ihnen kommen aus dem Kultur- und Messebereich. Der zweite große Sektor ist der Tourismus und die Gastronomie. Gerade dort haben viele Menschen niedrige Löhne. Oft reicht das Kurzarbeitergeld allein nicht aus, um in einer teuren Stadt wie München leben zu können.

    Zahl der Hartz-IV-Empfänger steigt überall in Bayern

    Seit Beginn der Corona-Pandemie steigt die Zahl der Hartz-IV-Empfänger in ganz Bayern. Das geht aus Zahlen der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit hervor, die dem Bayerischen Rundfunk vorliegen.

    Auch Künstler beantragten Hartz IV wegen Corona

    Eine Sprecherin der Regionaldirektion begründete die Steigerung damit, dass sich die Zugangsvoraussetzungen für den Bezug von Hilfen zum Lebensunterhalt vereinfacht hätten. Dies habe dafür gesorgt, dass viele Solo-Selbstständige und Künstler, die wegen der Corona-Pandemie nicht mehr arbeiten konnten, einen Antrag auf staatliche Hilfen gestellt hätten.

    Auswirkungen des zweiten Lockdowns noch offen

    Nach den Hochrechnungen der Statistik werden auch in den Monaten September, Oktober und November dieses Jahres erhöhte Zahlen erreicht. Welche Auswirkungen der zweite Lockdown auf die Zahl der Hartz-IV-Empfänger in Bayern habe, ist nach den Worten der Sprecherin noch völlig offen.

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