Corona: Das sind die Regeln ab Dienstag
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Corona: Das sind die Regeln ab Dienstag

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Corona: Das sind die neuen Regeln in Bayern

Corona: Das sind die neuen Regeln in Bayern

Die Sorge vor der hochansteckenden Omikron-Variante des Coronavirus ist groß. Ab Dienstag gelten in Bayern neue Corona-Regeln, die auch Geimpfte und Genesene betreffen. Ein Überblick - und eine Vorausschau für Silvester.

Zwei Jahre grassiert die Corona-Pandemie nun - und ist immer noch nicht vorbei. Denn die hochinfektiöse Omikron-Variante wird in diesen Tagen die bisher vorherrschende Delta-Variante von Platz eins verdrängen und das Corona-Geschehen in Bayern und Deutschland bestimmen, wie auch schon in Großbritannien, Belgien, Dänemark oder Portugal.

Auch wenn erste Studien für Omikron einen milden Verlauf ohne Krankenhausaufenthalt wahrscheinlich erscheinen lassen, rechnet Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach zum Jahreswechsel mit einer Welle von Neuinfektionen mit der Omikron-Variante. Am Dienstag (28.12.) treten in Bayern neue Corona-Regeln in Kraft, die auch Geimpfte und Genesene betreffen.

Kontakte: Nur noch 10 Personen dürfen sich treffen

Für Geimpfte und Genesene gilt ab dem 28. Dezember, dass sie sich maximal zu zehnt treffen dürfen - egal ob drinnen oder draußen. Kinder unter 14 Jahren sind von der Beschränkung ausgenommen. Mehr als zehn Menschen dürfen sich nur in der Gastronomie treffen - das gilt allerdings nicht für geschlossene Gesellschaften (siehe unten).

Aber: Sobald mindestens ein Ungeimpfter an dem Treffen teilnimmt, gilt eine strengere Regel. Dann dürfen Angehörige eines Haushalts nur noch mit zwei Personen aus einem weiteren Hausstand zusammenkommen.

Gastronomie: 2G und Sperrstunde - Ausnahme an Silvester

Grundsätzlich gilt in Restaurants und Cafés in Bayern die 2G-Regel - drinnen wie draußen: Zutritt haben also ausschließlich Geimpfte und Genesene. Übergangsweise erlaubt eine Ausnahmeregelung auch minderjährigen Schülerinnen und Schülern einen Gastro-Besuch.

Die bereits geltende Sperrstunde ab 22 Uhr für die Gastronomie bleibt weiter bestehen. Nur für die Silvesternacht ist sie ausnahmsweise aufgehoben.

In der Gastronomie dürfen auch mehr als zehn Personen gemeinsam essen. Schließlich treffen in Restaurants ohnehin mehr Menschen an verschiedenen Tischen zusammen. Laut dem bayerischen Gesundheitsministerium wäre es widersprüchlich, wenn sich in der Gastronomie mehr als zehn Fremde treffen dürften, aber nicht mehr als zehn Bekannte.

Geschlossene Gesellschaften: Für private Veranstaltungen, die in separaten Räumlichkeiten des Gastro-Betriebes stattfinden (geschlossene Gesellschaft), gilt in Bayern die 2G-plus-Regel. Genesene und Geimpfte brauchen zusätzlich einen aktuellen negativen Corona-Test (Geboosterte ab dem 15. Tag nicht). Außerdem muss dort laut Gesundheitsministerium die Zehn-Personen-Grenze eingehalten werden. Tanzveranstaltungen sind untersagt (siehe unten).

Freizeit und Kultur: 2G oder 2G plus

Für Kino-, Theater-, Museumsbesuche, Kegeln und andere Freizeitangebote in Innenräumen gilt 2G plus: Geimpfte und Genesene brauchen zusätzlich einen aktuellen negativen Corona-Test. Diese Testpflicht entfällt nur für Menschen, die vor mehr als 14 Tagen ihre Booster-Impfung bekommen haben.

Bei Aktivitäten, die vorwiegend im Freien stattfinden, ist 2G vorgeschrieben. Das betrifft beispielsweise den Besuch von Zoos, botanischen Gärten, Ausflugsschiffen oder Freizeitparks. Dort benötigen vollständig Geimpfte oder von Corona Genesene keinen Testnachweis.

Die Altersgrenze, bis zu der ungeimpfte Kinder in Bayern von den 2G- und 2G-plus-Regelungen ausgenommen sind, ist nun von 12 auf 14 Jahre angehoben.

Clubs, Diskotheken und Bordelle sind komplett geschlossen. Ab 28. Dezember sind Tanzveranstaltungen auch außerhalb von Clubs und Diskotheken untersagt. Ausnahme: der Tanzsport. Das Zuschauerverbot gilt nun nicht mehr nur für große überregionale Sportveranstaltungen, sondern auch für große überregionale Kulturveranstaltungen und vergleichbare Veranstaltungen.

Feiern im Freien: Mehrere Verbote

Kein Feiern und kein Alkohol: Die bayerische Corona-Verordnung verbietet das Feiern auf öffentlichen Plätzen und Anlagen. Darüber hinaus darf auf "den öffentlichen Verkehrsflächen der Innenstädte und an sonstigen öffentlichen Orten unter freiem Himmel, an denen sich Menschen entweder auf engem Raum oder nicht nur vorübergehend aufhalten", kein Alkohol konsumiert werden. Für welche Plätze und Straßen das konkret gilt, legen jeweils die Kreisverwaltungsbehörden fest.

Ansammlungsverbot zum Jahreswechsel: An Silvester sind ab 15.00 Uhr bis 1. Januar, 9.00 Uhr, Ansammlungen von mehr als zehn Menschen auf öffentlichen publikumsträchtigen Plätzen und ihrer Umgebung verboten. Sobald mehr als zehn Personen zusammenkommen, muss sich die Gruppe laut Corona-Verordnung "unverzüglich zerstreuen". Auch hier legen die Kommunen die betroffenen Plätze fest.

Kein Feuerwerk: Schon vor Wochen hatten Bund und Länder beschlossen, dass es auch heuer ein Verkaufsverbot für Feuerwerkskörper geben wird. Der Grund: Die vielen Verletzungen, die üblicherweise durch Feuerwerkskörper entstehen, sollen die Krankenhäuser nicht zusätzlich belasten. Das bayerische Kabinett hat darüber hinaus "auf besonders publikumsträchtigen öffentlichen Plätzen" auch ein Feuerwerksverbot formal ermöglicht.

Gottesdienste: Die Gemeinden entscheiden

Zur Messe oder zum Gottesdienst dürfen auch Ungeimpfte. Kirchengemeinden und Religionsgemeinschaften können dabei zwischen zwei Modellen wählen: mit oder ohne 3G-Nachweis.

Wenn die Kirchengemeinde keinen Nachweis über Impfung, Genesung oder Test verlangt, müssen Besucher einen Mindestabstand von 1,5 Metern zu Menschen aus anderen Haushalten einhalten. Lässt die Kirchengemeinde nur Geimpfte, Genesene und negativ Getestete in den Gottesdienst, dürfen die Kirchen ohne Abstand gefüllt werden. Die Maskenpflicht am Sitzplatz entfällt nur, wenn zwischen Angehörigen verschiedener Haushalte ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten wird.

Besuch im Pflegeheim: Für alle nur mit Test

Wer Verwandte oder Angehörige im Krankenhaus, Alten- oder Pflegeheim besuchen will, braucht einen aktuellen negativen Corona-Schnelltest. Das ist im neuen Infektionsschutzgesetz des Bundes festgelegt. Dabei spielt es keine Rolle, ob die betreffende Person geimpft oder geboostert ist.

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