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Im Allgäu fallen die Testfahrten mit dem Wasserstoffzug "iLint" des Herstellers Allstom bis auf Weiteres aus

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    Corona bremst Entwicklung von Wasserstoffzügen aus

    Als Alternative zu Dieselzügen und Strecken-Elektrifizierung sollen in Bayern Wasserstoffzüge zum Einsatz kommen. Doch ein geplanter Test-Einsatz im Allgäu verzögert sich – unter anderem wegen der Corona-Infektionsgefahr für die Fahrgäste.

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    • BR24 Redaktion

    Die für Januar geplante Testfahrt eines Wasserstoffzugs im Allgäu wird auf unbestimmte Zeit verschoben. Der Prototyp "iLint" der Firma Alstom hätte nach Angaben des bayerischen Verkehrsministeriums eigentlich auch im vergangenen Jahr schon von Augsburg nach Kempten und wieder zurückfahren sollen. Beide Termine seien aber corona-bedingt ausgefallen, sagte ein Ministeriumssprecher.

    Corona-Infektionsrisiko für Passagiere zu hoch

    Die Testfahrt des Wasserstoffzugs soll dieses Jahr nachgeholt werden, "sobald es die Rahmenbedingungen wieder zulassen". Einen konkreten Termin für den nächsten Test mit dem "iLint" gibt es nach Angaben des Ministeriums aber noch nicht. Ein Grund für die Verschiebung sei das Corona-Infektionsrisiko für die Passagiere, sagte der Sprecher. Die Wasserstoff-Testfahrt solle "publikumswirksam" mit Politikern aus der Region stattfinden.

    Weiteres Wasserstoff-Projekt durch Corona ausgebremst

    Auch die ersten Testfahrten eines weiteren Wasserstoffzug-Prototyps, der am Helmholtz-Institut Erlangen-Nürnberg entwickelt wird, werden corona-bedingt wohl ein Jahr später stattfinden als zunächst geplant. Wegen der Pandemie ruhten nach Angaben des Wirtschaftsministeriums die Versuche in den Laboren der Forschungseinrichtungen.

    Wasserstoffzüge statt Elektrifizierung von Bahnstrecken

    Wasserstoffzüge sind nach Auffassung des Verkehrsministeriums weiter die "sinnvollste Alternative eines lokal emissionsfreien Verkehrs" im Allgäu – jedenfalls dort, wo auf längere Sicht keine Elektrifizierung vorgesehen ist und die Strecken für Akku-Hybridzüge zu lang sind. Als Beispiel nennt das Ministerium die Strecke von Augsburg nach Füssen.

    Alltagstauglichkeit noch nicht geklärt

    Ob der Betrieb eines Wasserstoffzugs im Alltag funktionieren kann, muss dem Verkehrsministerium zufolge aber im Einzelfall geprüft werden. Dabei gehe es zum Beispiel um die Frage, ob die Wasserstoffzüge schnell genug beschleunigen können, um die Fahrplanvorgaben einzuhalten und wichtige Anschlüsse an Knotenpunkten zu erreichen.

    mit Material von dpa

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