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Bildrechte: picture alliance/Hauke-Christian Dittrich

Das Fichtelgebirsmuseum sammelt Gegenstände aus der Zeit der Corona-Pandemie.

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Corona-Ausstellung im Fichtelgebirgsmuseum: Sammlung wächst

Das Fichtelgebirgsmuseum in Wunsiedel sammelt seit April Erinnerungsstücke aus der Zeit der Corona-Pandemie. Inzwischen sind schon einige Exponate zusammengekommen: Mitarbeiterinnen und Bürger aus der Region haben Fotos und Videos eingesandt.

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Von
  • Lorenz Storch

Für Sabine Zehentmeier-Lang ist die Corona-Pandemie im Leben der Menschen ein so einschneidendes Ereignis wie nur wenige in den vergangenen Jahrzehnten. Solche Erlebnisse müsse man vor allem als regionales Museum dokumentieren, sagte die Leiterin des Fichtelgebirgsmuseums im Gespräch mit dem BR.

"Wir haben jetzt die Gelegenheit, die Geschichte in der Gegenwart zu sammeln, zu dokumentieren, um sie für die Zukunft zu bewahren. Das ist eine Situation, der sich eigentlich kein Historiker entziehen kann." Sabine Zehentmeier-Lang Leiterin des Fichtelgebirgsmuseums

Gegenstände aus Zeiten von Corona

Auf Fotos und Videos, die von Bürgern eingesandt wurden, sind gesperrte Spielplätze und geschlossene Geschäfte zu sehen. Auch der Turmbläser von Wunsiedel, der jeden Abend mit einem Choral Mut macht, hat es in die Sammlung der Exponate geschafft. Es gibt aber auch ganz analoge Stücke, wie zum Beispiel ein Plakat, das zum Daheimbleiben aufruft. Im März hing es auf einmal überall im Landkreis, wo sonst Kulturveranstaltungen angekündigt werden – denn die gab es schließlich nicht mehr.

Coronavirus: Alles Wissenswerte finden Sie hier.

Fichtelgebirgsmuseum in Wunsiedel sammelt fürs Archiv

Auch die Brunnendekoration, die Wunsiedler Schüler aus Anlass des ausgefallenen Wunsiedler Brunnenfestes gebastelt hatten, wird jetzt im Museumsarchiv aufbewahrt. Das Museumsteam will auch Mund-Nasenschutz-Masken sammeln – allerdings erst zu einem späteren Zeitpunkt, wenn sie im Alltag nicht mehr so nötig gebraucht werden.

Ausstellung für 2022 geplant

Bereits im April hatte das Museum die Ausstellung zur Corona-Pandemie in der Region angekündigt, für das Jahr 2022 ist dann die Ausstellung geplant. Wenn die Krise länger dauert, könne es auch 2023 werden, so Zehentmeier-Lang.

Auch oberbayerische Museen suchen nach Erinnerungsstücken

Die Corona-Pandemie ist inzwischen zum Sammlungsobjekt für mehrere Museen in Bayern geworden. Auch weitere Häuser archivieren Erinnerungsstücke an die Coronazeit, etwa das Bauernhausmuseum Amerang (Lkr. Rosenheim) und das Museum Erding in Oberbayern.

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