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Corona-Ausgangsregeln: Polizei geht hart gegen Verstöße vor | BR24

© dpa/Robert Michael

Ein Basketballfeld ist mit Absperrband der Polizei gesperrt

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    Corona-Ausgangsregeln: Polizei geht hart gegen Verstöße vor

    Das schöne Frühlingswetter hat viele am Wochenende nach draußen gezogen. Doch in Corona-Zeiten ist das nur allein oder mit Personen aus dem gleichen Haushalt erlaubt. Die Polizei meldet einen massiven Anstieg an Verstößen am Wochenende.

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    Wegen der Corona-Pandemie gelten seit einer guten Woche strenge Ausgangsbeschränkungen in Bayern. Daran wollten sich am vergangenen Wochenende nicht alle halten. Die Polizei ist dem in über 4.000 Kontrollen in Niederbayern nachgegangen und hat etliche Verstöße festgestellt.

    Alle Infos und Neuigkeiten zur Corona-Krise in Niederbayern finden Sie hier.

    Doppelt so viele Verstöße am Wochenende

    Am Samstag zeigte die niederbayerische Polizei über 200 Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen an. Das sind mehr als doppelt so viele, als an den jeweiligen Wochentagen zuvor, teilt das Polizeipräsidium mit. Als Grund gibt die Polizei das milde, sonnige Wetter an. Schon am Freitag war die Zahl der Verstöße von 60 bis 70 an den Wochentagen, auf 107 gestiegen.

    Coronavirus: Alles Wissenswerte finden Sie hier.

    Hotspots: Deggendorf, Landshut, Straubing

    Vor allem in den Bereichen der Polizeiinspektionen Deggendorf, Landshut und Straubing gab es viele Menschen, die gegen die Anordnung der Bayerischen Regierung verstießen, hieß es. Am Sonntag war wieder ein deutlicher Rückgang zu erkennen, dennoch mussten etwa 100 Verstöße geahndet werden.

    "Wir hatten zwar mit einem leicht erhöhten Anzeigenaufkommen aufgrund des schönen Wetters gerechnet, aber dass sich so viele Menschen über die Regelungen hinwegsetzen, ist in Anbetracht des Ernstes der Lage doch schwer nachzuvollziehen." Maximilian Bohms, Sprecher des Polizeipräsidiums Niederbayern

    Wegen zu viel Freiheitsdrang im Gefängnis

    Ein Mann in Landshut war besonders "freiheitsliebend": Er hatte bereits mehrmals gegen die Allgemeinverfügung verstoßen, so die Polizei. Deshalb wurde er in Gewahrsam genommen, dem zuständigen Ermittlungsrichter vorgeführt und bis zum vorläufigen Ende der Ausgangsbeschränkung in die JVA Landshut gebracht.

    Auch im gewerblichen Bereich wurden am Wochenende vereinzelt Verstöße in Niederbayern registriert: Im Landkreis Regen verstieß ein Gastronom gegen die Vorschriften und bewirtete am Freitagabend mehrere Gäste in seiner Gaststätte. In Straubing stellten Beamte fest, dass eine Shisha-Bar in der Nähe des Bahnhofs in Betrieb war.

    Empfindliche Bußgelder verteilt

    Mit Unterstützung von Kräften der Bereitschaftspolizei führten die niederbayerischen Polizeidienststellen von Freitag bis Sonntag über 4.000 Kontrollen durch. Täglich waren rund 200 Polizeibeamte zur Überwachung der Allgemeinverfügung im Einsatz. Der Bußgeldkatalog der Staatsregierung sieht für vorsätzliche Erstverstöße gegen die Ausgangsbeschränkung oder Nicht-Einhaltung des Mindestabstandes ein Bußgeld in Höhe von 150 Euro vor. Bei mehrmaligen Verstößen werden die Bußgelder jeweils verdoppelt.

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