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Igelfüttern verstößt nicht gegen Ausgangsbeschränkung | BR24

© BR/Martin Binder

Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd hat klargemacht, dass Igelfüttern kein Verstoß gegen die Ausgangsbeschränkungen ist. Es berichtigte damit eine Meldung der Polizeiinspektion Traunstein, wonach gegen eine Frau Bußgeldverfahren eingeleitet wurden.

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Igelfüttern verstößt nicht gegen Ausgangsbeschränkung

Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd hat klargemacht, dass Igelfüttern kein Verstoß gegen die Ausgangsbeschränkungen ist. Es berichtigte damit eine Meldung der Polizeiinspektion Traunstein, wonach gegen eine Frau Bußgeldverfahren eingeleitet wurden.

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Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd berichtigt eine Meldung der Polizeiinspektion Traunstein von Mittwoch, wonach gegen eine Frau zwei Bußgeldverfahren eingeleitet wurden, weil sie ihre Wohnung zum Igelfüttern verlassen hatte.

Polizeipräsidium lässt Vorfall rechtlich prüfen

Der Vorfall sei im Rahmen einer juristischen Bewertung durch das Polizeipräsidium geprüft worden, danach läge kein Verstoß vor. Die Frau habe deshalb kein Bußgeld zu befürchten, die Einstellung der beiden Bußgeldverfahren bei der zuständigen Behörde werde durch die Polizei veranlasst.

Polizeivizepräsidentin Eva Schichl meldete sich am Donnerstag telefonisch bei der Betroffenen und drückte ihr Bedauern über den Vorfall aus. Die Frau freute sich laut Polizei sehr über den Anruf und die Mitteilung zum Ergebnis der rechtlichen Überprüfung durch das Polizeipräsidium.

Keine Gefahr für Igel

Zum Hintergrund des Falles erklärt das Präsidium in Rosenheim, dass wegen Auslegens von Futter in Form von Fleischbrocken für die Igel schon seit längerer Zeit große Verunsicherung in der Bevölkerung rund um Siegsdorf geherrscht habe. Mehrere besorgte Bürgerinnen und Bürger hätten sich an die Polizeiinspektion Traunstein gewandt, da sie befürchteten, es könnten Giftköder ausgelegt worden sein.

Diese beunruhigenden Hinweise aus der Bevölkerung habe die Polizei nicht ignorieren können. Die Verdachtsmomente konnten von der Polizei jedoch entkräftet werden. Von den ausgelegten Fleischbrocken gehe keine Gefahr für Tiere aus.

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