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Corona-Ausbruch in Mamming: Behörden geben leichte Entwarnung | BR24

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Im Zelt der mobilen Teststation in Mamming

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Corona-Ausbruch in Mamming: Behörden geben leichte Entwarnung

Der Landkreis Dingolfing-Landau hat leichte Entwarnung für den Corona-Hotspot Mamming gegeben. Auf einem Gemüsehof hatten sich mehr als 170 Erntehelfer infiziert. Alle bisherigen Tests der Mamminger Bevölkerung seien negativ ausgefallen, hieß es nun.

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Aufatmen im Landkreis Dingolfing-Landau - zumindest vorläufig: Auf einer Pressekonferenz über das Corona-Geschehen in der Gemeinde Mamming hat Landrat Werner Bumeder (CSU) leichte Entwarnung gegeben. Alle gestrigen Corona-Tests der Bevölkerung seien negativ ausgefallen.

Corona-Tests werden ausgedehnt

"Die Ergebnisse stimmen mich zuversichtlich", so Bumeder. Offensichtlich handle es sich tatsächlich um eine abgeschlossene Einheit, so der Landrat, und die Infektionen auf dem Hof hätten sich nicht in das Dorf ausgebreitet. Alle 318 Testergebnisse von Bürgerinnen und Bürgern, die sich gestern freiwillig in einer mobilen Station haben testen lassen, seien negativ ausgefallen.

Von den rund 480 getesteten Erntehelfern in Mamming waren 176 Personen positiv. Diese Zahl habe sich bis heute nicht verändert. Die Erntehelfer und die Betreiberfamilie bleiben weiterhin in Quarantäne.

Auch zwei weitere landwirtschaftliche Betriebe wurden getestet, dort seien alle 110 Ergebnisse negativ. Die Tests auf den Höfen in der Region gingen weiter, so der Landrat.

Corona-Teststationen für Bürger

Heute haben sich nochmal über 540 Menschen in Mamming und über 220 in Dingolfing freiwillig und kostenlos testen lassen. Diese Ergebnisse liegen noch nicht vor.

"Die Umsetzungen unserer Maßnahmen wirken. Das haben wir in Gemeinschaftsleistung mit Gesundheitsamt und niedergelassenen Ärzte geschafft." Werner Bumeder, Landrat von Dingolfing-Landau

Der Landrat ist zuversichtlich, dass es gelingt, dass sich das Virus nicht auf andere Orte oder Gruppen ausbreitet. Die bisher vorliegenden Zahlen seien der Beweis dafür, so Bumeder. Es sei eine abgeschlossen Einheit auf diesem landwirtschaftlichen Betrieb und eine Infektion in den Ort hinein, zumindest nach dem heutigen Ergebnis, sei nicht erkennbar, so der Landrat auf der Pressekonferenz.

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Nach dem Corona-Ausbruch unter Erntehelfern im Landkreis Dingolfing-Landau atmen die Menschen durch. Reihentests haben keine neuen Fälle erbracht. Vorsichtige Erleichterung macht sich breit, denn es war zu Anfeindungen gekommen.

Ursprung der Infektion weiter unklar

Woher die Infektion kam, konnte der Landrat auch heute nicht sagen. Die mobilen Teststationen für die Bevölkerung bleiben erstmal bestehen und werden auch am Wochenende betrieben. Dann sogar bis 20 Uhr, damit auch Berufstätige die Möglichkeit haben, hingehen zu können.

Insgesamt seien derzeit im Kreis Dingolfing-Landau 466 Infizierte gemeldet. 189 davon aktuell in Quarantäne - darunter die 176 Erntehelfer aus dem Gemüsehof in Mamming.

Reisebeschränkungen für Menschen aus Dingolfing-Landau

Währenddessen haben einige deutsche Bundesländer Reisebeschränkungen für Urlauber aus dem Kreis Dingolfing-Landau ausgegeben. Diese dürfen nur noch mit Einschränkungen an weite Teile der deutschen Küste, nach Rheinland-Pfalz, nach Brandenburg und ins Saarland. Auch für Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern gelten Einschränkungen für sie.

In Brandenburg dürfen Menschen aus dem Landkreis nicht als Gäste in Hotels, Ferienwohnungen oder auf Campingplätzen aufgenommen werden. Die Regierung von Schleswig-Holstein stufte Dingolfing-Landau explizit als Risikogebiet ein.

Beim Urlaub im eigenen Bundesland müssten Menschen aus dem Landkreis aber laut Staatsregierung nicht mit Einschränkungen rechnen.

Neuinfektionen deutlich über der Corona-Obergrenze

Nach dem Corona-Ausbruch in Mamming lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen im Kreis Dingolfing-Landau bei 191. Sie ist damit fast viermal so hoch wie der Grenzwert 50.

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Großer Andrang an den Corona-Teststellen in Mamming: Viele Einwohner und Einwohnerinnen des Landkreises Dingolfing-Landau wollen sich auf das Virus testen lassen.

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