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"Kneipentour" in Garmisch - Wie ist das trotz Corona möglich? | BR24

© pa/Dpa/Lino Mirgeler

Außengastronomie

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    "Kneipentour" in Garmisch - Wie ist das trotz Corona möglich?

    Die Corona-Lage in Garmisch-Partenkirchen macht weiter Schlagzeilen. Inzwischen ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen eine mutmaßliche "Superspreaderin". Sie soll im Nachtleben unterwegs gewesen sein - was in sozialen Medien für Verwirrung sorgt.

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    Eine "Kneipentour im Nachtleben von Garmisch-Partenkirchen" - diese und ähnliche Formulierungen finden sich seit dem Wochenende in der Berichterstattung über den dortigen Corona-Ausbruch. Verantwortlich für viele Ansteckungen ist offenbar eine 26-jährige Frau, die trotz Symptomen durch die Bars im Ort gezogen ist. Inzwischen ermittelt sogar die Staatsanwaltschaft gegen sie.

    Kneipen und Bars wegen Coronavirus geschlossen

    Nur: Kneipen und Bars sind im Freistaat seit Monaten wegen der Corona-Pandemie geschlossen. Reine Schankwirtschaften dürfen erst wieder am 19. September öffnen, wie das Kabinett vergangene Woche beschlossen hat.

    Auch im sonstigen Nachtleben gibt es Einschränkungen: Discos und Clubs bleiben im Freistaat weiter geschlossen. Pikanterweise warnte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zuletzt davor, dass diese zu "Infektionsbomben" werden könnten.

    © BR

    Facebook-Kommentare von BR24-Nutzern (zwei Screenshots untereinander)

    Streng genommen keine "Kneipen"

    Auch in den sozialen Netzwerken zeigten sich einige Nutzer verwundert über die Berichterstattung im Fall Garmisch-Partenkirchen. Auf BR-Nachfrage stellte das dortige Landratsamt nun klar: Bei den von der mutmaßlichen "Superspreaderin" besuchten Lokalitäten handelte es sich zwar dem allgemeinen Sprachgebrauch nach um Kneipen und Bars, allerdings mit einem Speiseangebot. Sie gelten daher nicht als reine Schankwirtschaften.

    Momentan nur Speise-Gastronomie erlaubt

    Während Kneipen und Bars also erst am 19. September wieder aufmachen dürfen, ist Gastronomie im Freistaat bereits seit Monaten wieder möglich: Seit 18. Mai gibt es in Bayern wieder Außengastronomie, seit 25. Mai auch innen.

    Ebenfalls wichtig: Um Speisen anbieten zu dürfen, braucht man eine entsprechende Konzession - oder eine Sondergenehmigung der zuständigen Behörde vor Ort. Um von Corona gebeutelten Barbesitzern zu helfen, haben bayerische Städte in den vergangenen Monaten auch sogenannte Freischankflächen im öffentlichen Raum zur Verfügung gestellt, etwa in Nürnberg oder München.

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