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Corona-Ausbruch im Priesterseminar der Piusbrüder | BR24

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Im Priesterseminar der konservativen Piusbrüder in Zaitzkofen im Landkreis Regensburg haben sich 30 Mitbrüder mit Corona infiziert. Das hat der Regens des Seminars auf BR-Anfrage bestätigt. Die Gemeinschaft befinde sich jetzt in der Isolation.

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Corona-Ausbruch im Priesterseminar der Piusbrüder

Im Priesterseminar der konservativen Piusbrüder in Zaitzkofen im Landkreis Regensburg haben sich 30 Mitbrüder mit Corona infiziert. Das hat der Regens des Seminars auf BR-Anfrage bestätigt. Die Gemeinschaft befinde sich jetzt in der Isolation.

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  • BR24 Redaktion

Im Priesterseminar der konservativen Piusbruderschaft in Zaitzkofen im Landkreis Regensburg gibt es einen Corona-Ausbruch. Wie der Regens des Seminars, Pascal Schreiber, dem BR auf Anfrage bestätigte, hätten sich 30 Mitbrüder mit dem Coronavirus infiziert. "Wir leben jetzt alle in Isolation", sagte der Regens. Einige der infizierten Mitbrüder würden Symptome zeigen.

Bei den meisten sei der Verlauf relativ milde, so Schreiber, aber einige seien noch sehr geschwächt. Als der Verdacht auf Covid-19 aufkam, hätte man die gefährdeten Personen sofort von der Gemeinschaft isoliert.

Infektion durch neue Seminaristen?

Im Seminar der Priesterbruderschaft leben derzeit 56 Menschen, darunter sieben Priester und 36 Priesteramtskandidaten aus mehreren Ländern. Erst Ende Oktober waren elf neue Seminaristen in Zaitzkofen eingezogen, die jungen Männer stammen aus Deutschland, Ungarn, der Schweiz, Polen, Weißrussland und dem Libanon. Der Verdacht besteht, dass mit Beginn des neuen Studienjahres ein Seminarist das Virus mitgebracht hat. Er selber war symptomfrei, sagte Schreiber.

Ausbreitung des Virus verhindern

Beim Verdacht auf Covid-19 habe man umgehend die Gesunden von den Kranken isoliert und Tests durchführen lassen. Als die ersten positiven Ergebnisse kamen, habe man das Seminar nach außen abgeriegelt, teilt Schreiber mit.

"Von Anfang an haben wir uns mit dem örtlichen Gesundheitsamt abgestimmt. Es ist uns besonders wichtig, schnell zu reagieren um die Gesundheit unserer Hausgemeinschaft und der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aber besonders in weiterer Folge der zu uns kommenden Gläubigen zu schützen. Für die Gottesdienste mit Gläubigen werden stets gesunde oder externe Priester eingesetzt", so Schneider.

Ohne kirchliche Erlaubnis

Die traditionalistischen Piusbrüder lehnen wesentliche Beschlüsse des Zweiten Vatikanischen Konzils ab. Die weltweit rund 600 Priester der Bruderschaft wirken deshalb ohne kirchliche Erlaubnis. Die Vereinigung ist vor wenigen Tagen 50 Jahre alt geworden. Gegründet wurde die Bruderschaft 1970 von Erzbischof Marcel Lefebvre. Das Priesterseminar im Schloss Zaitzkofen betreiben die Piusbrüder seit 1978.

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