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Corona-Ausbruch bei Caterer - Vorerst kein Lockdown | BR24

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Im am Samstag geschlossenen Cateringunternehmen im Landkreis Starnberg haben sich bislang 45 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Unter den bislang nachweislich Infizierten seien zehn Asylbewerber aus der Gemeinschaftsunterkunft Hechendorf.

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Corona-Ausbruch bei Caterer - Vorerst kein Lockdown

Nach dem Corona-Ausbruch bei einem Cateringunternehmen in Gilching schließt der Starnberger Landrat Stefan Frey einen Lockdown zunächst aus. Mittlerweile gibt es 45 infizierte Mitarbeiter. Die Suche nach Kontaktpersonen läuft.

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Mindestens 45 Menschen, die bei einem Cateringunternehmen in Gilching arbeiten, sind mit dem Coronavirus infiziert. Das ergab die Reihentestung der Mitarbeiter bislang.

Quarantänemaßnahmen in Kindergärten oder Schulen hält das Landratsamt bisher nicht für nötig. Die Gesundheitsbehörden suchen aber mit Hochdruck nach Kontaktpersonen der Infizierten.

"Das Wichtigste ist jetzt, Infektionsketten zu unterbrechen." Sprecherin des Landratsamtes Starnberg

Beteiligt sind die Gesundheitsbehörden von einem halben Dutzend umliegender Landkreise, aus denen Beschäftigte des Unternehmens stammen.

Aktueller Corona-Ticker für Oberbayern

Starnberger Landrat schließt Lockdown vorerst aus

Trotz des neuen Hotspots schloss Landrat Stefan Frey (CSU) einen Lockdown in der Region zunächst aus: "Davon sind wir derzeit weit entfernt." Der Lockdown in einem Landkreis setze voraus, dass es sich um ein unspezifisches Ausbruchsgeschehen handelt. "Das ist bei uns derzeit nicht der Fall", so Stefan Frey. Die Infektionsketten seien nachvollziehbar und auf konkrete Gemeinschaftseinrichtungen - Asylunterkünfte und das Unternehmen - begrenzt, sagte Frey.

13 Erkrankte kommen aus Flüchtlingsunterkünften

Zehn der 45 bislang bekannten Infizierten lebten in der Asylbewerberunterkunft Hechendorf, die bereits am Wochenende unter Quarantäne gestellt wurde. Inzwischen hat das Landratsamt weitere Unterkünfte in Herrsching, Seefeld und Pöcking für 14 Tage unter Quarantäne gestellt. Von dort stamme je einer der Infizierten.

Caterer sucht nach Ursache für Corona-Ausbruch

Das Cateringunternehmen selbst sucht nach der Ursache des Ausbruchs. Noch liege keine Erkenntnis vor, wie es dazu kommen konnte. "Nach aktuellem Kenntnisstand haben sämtliche Mitarbeiter im Betrieb das bestehende Hygienekonzept mit Abstandsregelungen und Mundschutz eingehalten", teilte apetito am Dienstagabend mit.

Alles Wissenswerte zum Coronavirus finden Sie hier.

Corona-Infektion über ausgelieferte Lebensmittel unwahrscheinlich

Der Caterer beliefert unter anderem Kliniken. Das geschieht nach dem "Cook- und Freeze-Verfahren". Die Tabletts für die Patienten werden dabei mit bereits gekochten und tiefgefrorenen Speisen vorbereitet und dann mit Kühlfahrzeugen ausgeliefert.

Im Krankenhaus wird das Essen warm gemacht. Nach Auskunft des Caterers werden die warmen Speisen auf mehr als 70 Grad erhitzt. Coronaviren gelten als sehr hitzeempfindlich. Aber auch sonst sei eine Übertragung des Virus über Lebensmittel unwahrscheinlich, heißt es im Bundesgesundheitsministerium. Es seien bisher keine Fälle von Ansteckungen bekannt.

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