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Corona-Aktion: Friseurläden lassen das Licht an! | BR24

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Friseurläden in Niederbayern und der Oberpfalz machen bei der landesweiten Aktion der brennenden Lichter mit. Bis Samstagmorgen sollen die Friseursalons hell erleuchtet sein. Damit wollen die Friseure auf ihr Schicksal im Lockdown aufmerksam machen.

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Corona-Aktion: Friseurläden lassen das Licht an!

Friseurläden in Niederbayern und der Oberpfalz machen bei der landesweiten Aktion der brennenden Lichter mit. Bis Samstagmorgen sollen die Friseursalons hell erleuchtet sein. Damit wollen die Friseure auf ihr Schicksal im Lockdown aufmerksam machen.

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Von
  • Norbert Bauer

Auch in Niederbayern und der Oberpfalz werden zahlreiche Friseursalons bis morgen in der Früh um 8 Uhr hell erleuchtet sein. Unter dem Motto "Wir brennen für unsere Kunden und lassen das Licht an!" wollen Inhaber von Friseursalons in ganz Bayern ein Zeichen im Lockdown setzen und auf ihre schwierige Situation aufmerksam machen.

Friseursalon-Inhaber fürchten um Existenz

Daniela Zorn, Innungsobermeisterin der Friseurinnung Straubing sagte dem BR, sie und viele ihrer Kollegen und Kolleginnen in der Region würden sich an der Aktion beteiligen. Es gehe nicht darum, die Corona-Maßnahmen generell in Frage zu stellen. Viele hätten jedoch genug vom Hin-und Her, man wünsche sich von der Politik einen klaren Zeitplan. Zudem müssten die finanziellen Hilfen schneller und unkomplizierter bei den Geschädigten ankommen, so Zorn. "Wir kämpfen um unsere Existenz und wollen arbeiten. Schön langsam sind die Rücklagen aufgebraucht. Wir haben seit fünf Wochen geschlossen und noch keinen Cent erhalten,“ schimpft auch Waltraud Mittermaier von der Friseurinnung Regensburg. Sie lässt nicht nur das Licht an, sondern stellt noch ein Grablicht in die Auslage.

Nicht alle unterstützen Aktion - Zweifel am Sinn

Auf den Seiten des Landesinnungsverbandes in den sozialen Netzwerken wird die Licht-Aktion jedoch durchaus kontrovers diskutiert. Einige Friseursalon-Betreiber halten die Aktion für sinnlos, da ab 21 Uhr wegen der Ausgangssperre ohnehin kaum mehr Menschen auf der Straße seien. Andere sprechen von Geldverschwendung wegen der Stromkosten. Die Aktion der brennenden Lichter ist eine Idee des Landesverbandes des bayerischen Friseurhandwerks.

Friseure hoffen auf Öffnung am 15. Februar

Seit dem 16.12.2020 sind alle Friseurgeschäfte in Bayern geschlossen. Im Moment arbeiten die Friseure in Bayern auf eine Öffnung ihrer Salons am 15. Februar hin. Daniela Zorn von der Friseurinnung Straubing appelliert zudem auch an die Menschen, sie mögen sich doch bitte jetzt nicht privat "schwarz" von Friseurfachkräften die Haare schneiden lassen. Denn dadurch werde ja wiederum die Ansteckungsgefahr erhöht und der Lockdown ziehe sich immer weiter in die Länge.

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