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Maßkrüge mit Bier gefüllt

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    Nach Oktoberfest-Absage: Wiesnbier gibt's trotzdem

    Das Oktoberfest ist auch für dieses Jahr abgesagt worden - wegen der Corona-Pandemie. Eine bittere, aber nicht überraschende Nachricht, so Münchens Oberbürgermeister. Durst auf Wiesnbier darf es aber geben, denn das wird trotzdem gebraut.

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    Von
    • Dominik Einzel

    "A bisserl Wiesn geht nicht", sagte Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter. Deswegen gibt es auch keine Ersatzveranstaltungen für das Oktoberfest oder eine abgespeckte Variante - a bisserl Wiesn-Bier hingegen können sich die Fans des weltweit größten Volksfestes trotzdem nach Hause holen. Denn das wird es auch 2021 geben.

    Wiesnbier wird auf jeden Fall gebraut

    Der Geschäftsführer des Vereins Münchner Brauereien Manfred Newrzella bekräftigte, dass es trotz der Absage gebraut werde: "Es hat bisher jedes Jahr Oktoberfestbier gegeben". Das eigens für das Oktoberfest hergestellte Bier werde in der Gastronomie ausgeschenkt, im Handel verkauft und sogar weltweit exportiert. Beim Münchner Hofbräu wird sogar seit Jahren deutlich mehr Wiesnbier in alle Welt verkauft als auf der Festwiese getrunken. Das seien nur 15 Prozent laut Hofbräu-Sprecher Stefan Hempl.

    Wiesnbier nur von Münchner Brauereien

    Münchner Wiesnbier darf traditionell nur von den Münchner Brauereien ausgeschenkt werden, es muss nach dem Münchner Reinheitsgebot von 1487 hergestellt sein und eine Stammwürze von mindestens 13,5 % aufweisen. Das verwendete Brauwasser muss außerdem aus einem eigenen Tiefbrunnen gewonnen werden. Nur so darf es "Münchner Bier" heißen. Bei der bislang letzten Wiesn 2019 wurden rund 7,3 Millionen Liter davon auf der Theresienwiese ausgeschenkt.

    Auch andere Volksfeste finden nicht statt

    Weitere große bayerische Volksfeste wurden wegen der Corona-Pandemie abgesagt, darunter das Gäubodenfest in Straubing, der Plärrer in Augsburg und das Rosenheimer Herbstfest. Letzteres hätte dieses Jahr sein 160. Jubiläum gefeiert und wäre deswegen sogar um einen Tag verlängert worden.

    Eine Mehrheit der Bevölkerung hatte den Ausfall des Münchner Oktoberfestes in einer Umfrage zuvor übrigens befürwortet: Knapp zwei Drittel der rund 5.000 Befragten waren für eine Absage.

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