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Corona: 60 Bamberger Familien müssen in Quarantäne | BR24

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Schülerinnen der Maria-Ward-Schulen in Bamberg, die gerade von einer Skifreizeit in Südtirol zurückgekommen sind, müssen sich in häusliche Quarantäne begeben. Betroffen sind 64 Rückkehrer - samt ihren Familienmitgliedern.

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Corona: 60 Bamberger Familien müssen in Quarantäne

Schülerinnen der Maria-Ward-Schulen in Bamberg, die gerade von einer Skifreizeit in Südtirol zurückgekommen sind, müssen sich in häusliche Quarantäne begeben. Betroffen sind 64 Rückkehrer - samt ihren Familienmitgliedern.

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Sie haben ihre Skifreizeit in Südtirol verbracht: Nun müssen sich die Schülerinnen von drei Klassen der Maria-Ward-Schulen in Bamberg nach ihrer Rückkehr in häusliche Quarantäne begeben. Das teilte das Gesundheitsamt am Freitag (06.03.20) mit. Betroffen sind davon insgesamt 60 Familien. Südtirol ist seit Donnerstag (05.03.20) Corona-Risiko-Gebiet.

Abstriche bei Schülerinnen und Lehrern

Am späten Freitagabend kamen die zwei Reisebusse kurz nach 22 Uhr in Scheßlitz bei Bamberg an. Dort steuerten sie eine vom Landratsamt Bamberg vorsorglich eingerichtete Corona-Anlaufstelle in einem ehemaligen Supermarkt an. Von jeder Schülerin wurde nach der Ankunft ein Abstrich von Ärzten des Gesundheitsamtes gemacht. Die Eltern warteten getrennt von den Schülerinnen in einem anderen Bereich.

Nach dem Abstrich konnten dann die Eltern mit ihren Kindern nach Hause fahren. Dort müssen sie für 14 Tage in Quarantäne bleiben. Die Abstriche werden anschließend in einem Labor in Oberschleißheim ausgewertet. Insgesamt sind 64 Südtirol-Rückkehrer von der vorsorglichen Maßnahme des Gesundheitsamtes Bamberg betroffen: Schülerinnen, Lehrer, Betreuer und zwei Busfahrer. Die Schülerinnen sind zwischen 12 und 14 Jahren alt und gehen in die siebte Klasse. Die Maria Ward Schule in Bamberg ist in Trägerschaft des Erzbistums Bamberg. Es ist eine Mädchenschule für Realschule und Gymnasium.

Landratsamt Bamberg leitete alle Maßnahmen ein

Die Gesundheitsbehörde beim Landratsamt Bamberg ist am Freitagvormittag davon unterrichtet worden, dass sich die Schülerinnen dreier Klassen der Maria-Ward-Schule Bamberg im Skiurlaub in Südtirol befinden. Südtirol ist seit Freitag Corona-Risikogebiet. Weitere Klassen befinden sich nach Informationen der Behörde nicht in Corona-Risikogebieten.

Patienten von Goldkronach geht es gut

Gute Nachrichten gibt es aber aus Goldkronach im Landkreis Bayreuth: Dort gab es Anfang der Woche die ersten Coronavirus-Fälle in Oberfranken. Den beiden positiv getesteten Patienten gehe es gut, sie weisen bisher keine Krankheitssymptome auf. Das teilt das Landratsamt nun mit. Auch im Umfeld der beiden Personen konnte bei getesteten Kontaktpersonen der Virus nicht nachgewiesen werden.

Hausarztpraxis bleibt geschlossen

Das Paar aus Goldkronach hatte sich während der Faschingstage in Nordrhein-Westfallen infiziert. Daraufhin hat die Hausarztpraxis, in der die beiden positiv getestet wurden, vorsorglich geschlossen. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hausarztpraxis haben unauffällige Testergebnisse. Die Praxis bleibt dennoch bis 13. März geschlossen, da bis zur Wiedereröffnung die insgesamt zweiwöchige Inkubationszeit abzuwarten sei, teilte das Landratsamt mit.

Ungewiss, wann Kindergarten wieder öffnet

Ebenso geschlossen bleibt der Kindergarten von Goldkronach. Wie das Landratsamt mitteilt, liegt mittlerweile ein unauffälliges Testergebnis einer Mitarbeiterin des Kindergartens vor. Von einer weiteren Mitarbeiterin wird das Ergebnis am Wochenende erwartet. Die Entscheidung, wann die Kindertagesstätte wieder geöffnet wird, hängt vom Ergebnis dieses Tests ab, heißt es weiter.

Coronavirus beeinträchtigt oberfränkische Wirtschaft

Das Coronavirus hat auch Auswirkungen auf die oberfränkische Wirtschaft. Das hat eine bundesweit durchgeführte Blitzumfrage der Industrie-und Handelskammer (IHK) ergeben, wie die IHK Oberfranken am Freitag (06.03.20) mitteilte. 57 Prozent der oberfränkischen Unternehmen sollen demnach angegeben haben, dass sie wegen des Coronavirus negative Auswirkungen auf ihre Geschäfte befürchten.

Betriebe fordern Pandemieplan

Die Unternehmen fordern mehr Informationen seitens der Behörden. Dabei ginge es laut IHK Oberfranken vor allem um Fragen rund um Lohnerstattung, Infektionsschutz und den Umgang mit Verdachtsfällen und Infizierten im eigenen Betrieb. Auch Unterstützung bezüglich der Erstellung eines innerbetrieblichen Pandemieplanes werden gefordert. Viele der Unternehmen befürchten zudem, dass durch die Absage von Messen weitere Einbußen zu erwarten seien.

Immer mehr Mitarbeiter im Homeoffice

Die Blitzumfrage ergab auch, dass viele Unternehmen bereits Schutzmaßnahmen für ihre Mitarbeiter ergriffen haben oder zumindest planen. Auch werde die Reisetätigkeit reduziert und verstärkt im Homeoffice gearbeitet, heißt es weiter. Knapp 250 oberfränkische Unternehmen hatten sich an der Blitzumfrage der IHK beteiligt, rund 10.000 waren es bundesweit.

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Schülerinnen der Maria-Ward-Schulen in Bamberg, die gerade von einer Skifreizeit in Südtirol zurückgekommen sind, müssen sich in häusliche Quarantäne begeben. Betroffen sind 64 Rückkehrer - samt ihren Familienmitgliedern.