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Continental weitet Sparkurs aus - 30.000 Stellen betroffen | BR24

© picture alliance/Christophe Gateau/dpa

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    Continental weitet Sparkurs aus - 30.000 Stellen betroffen

    Continental verschärft seinen bereits laufenden Sparkurs. Bis 2023 werden mehr als eine Milliarde Euro an Bruttoeinsparungen pro Jahr angepeilt. Ob das auch Auswirkungen auf das Regensburger Werk hat, ist noch unklar.

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    Der kriselnde Autozulieferer Continental erweitert sein Sanierungsprogramm, von dem weltweit nun rund 30.000 Arbeitsplätze betroffen sind. Das sind 10.000 Stellen mehr als der Dax-Konzern vor einem Jahr angekündigt hatte.

    Geringe Fahrzeugproduktion

    Als Gründe für den verschärften Sparkurs nannte der Dax-Konzern aus Hannover am Dienstag eine fortdauernd geringe weltweite Fahrzeugproduktion und die Verschärfung der Konjunkturkrise durch die Corona-Pandemie.

    Die ab 2023 angepeilten jährlichen Einsparungen bezifferte Conti auf über eine Milliarde Euro. Damit verdoppelt sich das bisherige Einsparziel. Über die Pläne soll nun weiter mit den Gewerkschaften verhandelt werden. Am Ende entscheidet der Aufsichtsrat.

    Elektromobilität soll gestärkt werden

    Conti hatte vor der Corona-Krise im vergangenen September angekündigt, wegen des Wechsels in die Elektromobilität dieses Geschäft zu stärken und die Produktion von Komponenten für Verbrenner abzubauen. Deshalb sollten bis 2029 etwa 20.000 der weltweit damals rund 240.000 Arbeitsplätze verändert werden, 7.000 davon in Deutschland, hatte der Konzern damals angekündigt.

    Auch Werke werden geschlossen

    Ein Teil des Prozesses sei schon vollzogen, das betreffe 3.000 Stellen, teilte Conti nun mit. Die betroffenen Arbeitsplätze könnten verlagert oder abgebaut werden. Außerdem sollen mehrere Werke dichtgemacht werden, von unrentablen Geschäftsteilen will sich Conti trennen.

    Um den Personalabbau zu dämpfen, will der Konzern mit den Gewerkschaften auch über Arbeitszeitverkürzungen bei gleichzeitiger Weiterqualifizierung sprechen.

    Ob von dem angekündigten Sanierungsprogramm auch das Werk in Regensburg betroffen ist, ist unklar. Eine Anfrage an das Werk und an die IG Metall läuft.

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