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Conti-Werksschließung in Roding: Protestdemo geplant | BR24

© BR/Rudolf Heinz

Continental-Werk in Roding im Landkreis Cham

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    Conti-Werksschließung in Roding: Protestdemo geplant

    Continental will sein Werk in Roding im Landkreis Cham 2024 schließen - 540 Menschen sind davon betroffen. IG Metall und die Belegschaft wollen deswegen eine Protestkundgebung abhalten. Auch regionale Politiker werden erwartet.

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    Vor dem Werk des Autozulieferers Continental in Roding im Landkreis Cham wird es am kommenden Dienstag zwischen 10 und 11 Uhr eine Protestkundgebung von IG Metall und Belegschaft geben. Das ist jetzt entschieden worden.

    540 Menschen bangen um ihre Jobs

    Die Demo, zu der auch regionale Politiker erwartet werden, ist ein Protest gegen die geplante komplette Schließung des Rodinger Conti-Werks. Betroffen sind davon rund 540 Arbeitsplätze, auch wenn gut 200 Beschäftigte das Angebot für die Versetzung an andere Standorte bekommen sollen.

    Der Konzern begründet die Werksschließung, die bis 2024 geplant ist, mit den laufenden Umstrukturierungen weg von Verbrennungsmotoren hin zur Elektromobilität.

    Aiwanger: Conti-Pläne sind "unanständig"

    Wegen der geplanten Werksschließung bekommt Continental heftige Kritik und Gegenwind, auch vom bayerischen Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler), der die Schließungspläne "unanständig" nannte. Grund: Conti hatte staatliche Zuschüsse für die Umstrukturierung zur Elektromobilität für den Standort Roding erhalten.

    Aiwanger plant einen Runden Tisch, um die Schließung doch noch abzuwenden. Auch der soll nächste Woche stattfinden. Der genaue Termin steht noch nicht fest.

    Continental hatte jüngst ein Umbauprogramm für den Konzern angekündigt. Weltweit dürften bis 2023 rund 15.000 Jobs von Veränderungen betroffen sein, davon 5.000 in Deutschland. Bis 2029 dürften sogar 20.000 Stellen betroffen sein, davon 7.000 in Deutschland.