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Computerspielbranche: Sorge um den Standort Bayern | BR24

© pa/dpa/Georg Wendt

Computerspielbranche in Sorge um den Standort Bayern

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    Computerspielbranche: Sorge um den Standort Bayern

    Ob Entwickler von Computerspielen im nächsten Jahr finanziell vom Bund unterstützt werden, ist fraglich. Ein ungünstiges Signal, sagen bayerische Spieleentwickler und der Dachverband.

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    Was aussieht wie Freizeitvergnügen, ist Arbeit: Benjamin Lochmann entwickelt Computerspiele. Er betreibt das in Nürnberg ansässige Studio Pixel Maniacs. Seine acht Mitarbeiter und er arbeiten zusammen an einem neuen Spiel – dabei soll es um Autorennen und Streckenkonzeption gehen.

    Standort verliert immer mehr an Anziehungskraft

    Um Spiele am bayerischen Standort zu entwickeln, können Spielentwickler wie Lochmann und sein Team finanzielle Förderung gut gebrauchen. Allerdings taucht die vor einigen Monaten von Andreas Scheuer (CSU) versprochene Millionenförderung im Haushaltsplan des Verkehrsministeriums für 2020 nicht mehr auf. Das erzürnt viele in der Branche – wie auch Benjamin Lochmann:

    "Unser Standort wird einfach immer unattraktiver und wir müssen uns im weltweiten Wettbewerb einfach gegenüber großen Ländern im Spielebereich behaupten können wie Kanada, Frankreich, UK." Benjamin Lochmann, Computerspielentwickler

    Förderung wichtig vor allem für junge Unternehmen

    Ähnlich sieht es Philipp Krämer von Games Bavaria – der Dachmarke der bayerischen Spieleindustrie. Nicht nur Investoren hätten zu wenig Planungssicherheit, auch kleine Spiele-Studios würden zu wenig unterstützt, kritisiert Krämer:

    "Was wichtig ist für kleine und mittelständische Unternehmen, ist die so genannte Visitenkartenförderung. Durch das Förderprogramm wird ermöglicht, erste Projekte zu machen." Philipp Krämer, Games Bavaria

    Bleibt für die Gamesbranche nur noch, zu hoffen, dass der Appell von Dorothee Bär (CSU) nicht ungehört verhallt: Die Staatsministerin für Digitalisierung fordert, dass die Fördergelder für das Jahr 2020 gesichert werden.