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Computer analysiert Märchen – KI-Forscher in Würzburg | BR24

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Rund 800 führende Fachleute aus der ganzen Welt stellen ab heute in Würzburg ihre Forschungen zum Thema Künstliche Intelligenz vor. Das Programm umfasst dabei rund 120 Vorträge, Präsentationen, Workshops und einen Demonstrationsabend.

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Computer analysiert Märchen – KI-Forscher in Würzburg

Rund 800 führende Fachleute aus der ganzen Welt stellen ab heute in Würzburg ihre Forschungen zum Thema Künstliche Intelligenz vor. Das Programm umfasst dabei rund 120 Vorträge, Präsentationen, Workshops und einen Demonstrationsabend.

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Den offiziellen Eröffnungsvortrag hält ein Wissenschaftler von Microsoft. Er spricht darüber, dass Maschinen künftig lernen sollen, nur mit der Angabe eines Zieles ein Programm selbst zu programmieren.

Happyend bei Märchen voraussagen

An der Universität Würzburg entsteht derzeit ein Zentrum für Künstliche Intelligenz, das vom Freistaat Bayern vorangetrieben wird. In einem Projekt geht es um die Analyse von Texten, um dadurch Informationen zu gewinnen, sagt Professor Andreas Hotho. Dabei werde versucht, bei Märchen das sogenannte Happyend vorherzusagen. Die Idee dahinter: Man füttert den Computer mit 100 Märchen – die eine Hälfte hat ein Happyend, die andere nicht. Die Frage, so Hotho, sei nun, ob der Computer in der Lage ist, anhand der 100 Beispiele automatisiert zu lernen, um dann einen neuen Roman in "mit Happyend" oder "ohne Happyend" einzuteilen.

Fortschritte bei der Kommunikation mit Menschen

Bei der Kommunikation mit Menschen, betont der Professor, haben sogenannte "Bots" in jüngster Zeit Fortschritte gemacht. Bei einem Bot sei immer die Frage, wer ihn steuere. Der Bot sei zwar in der Lage, zusammenhängende Texte zu erstellen, aber die Inhalte müssten noch vorgegeben werden: "An dieser Stelle endet, was die KI heute kann", erklärt Hotho. Früher endete es damit, dass noch nicht einmal zusammenhängende Texte entstanden seien. Die Ergebnisse hätten zwar wie ein Satz ausgesehen, seien aber eher Buchstaben-Salate gewesen. Heute sei, auch mit Hilfe der neuronalen Netze, hier ein deutlicher Fortschritt erzielt worden.

Hohe Trefferquote

Der Informatikprofessor betont, dass der Computer heute schon in drei Vierteln aller Fälle richtigliege. Die Befürchtungen, dass sich eine künstliche Intelligenz irgendwann einmal unkontrolliert selbständig machen könnte, hält der Würzburger Forscher dennoch für unbegründet.