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Coburger Ermittler fassen bundesweit agierende Betrügerbande | BR24

© BR/Lisa Hinder

Eine bundesweit agierende Betrügerbande erschlich sich Waren im Wert von rund 260.000 Euro.

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    Coburger Ermittler fassen bundesweit agierende Betrügerbande

    Der Kripo Coburg ist eine bundesweit agierende Bande ins Netz gegangen: Die Betrüger sollen sich durch falsche Identitäten Waren im Wert von rund 260.000 Euro erschlichen haben.

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    Coburger Ermittler haben mutmaßliche Mitglieder einer Betrügerbande festgenommen. Die Bande habe gefälschte Kontaktdaten existenter Firmen genutzt und so überwiegend hochwertige Elektro-Artikel bestellt, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft Coburg mit.

    Diese Ware wurde dann an Lagerplätze im deutschen Bundesgebiet versandt, wo sie von Mittätern abgeholt wurde. Die Masche schildern die Ermittler so: Der Betrug fällt den Opfern erst auf, wenn die echte Firma eine Rechnung für die versandten Waren erhält, die sie gar nicht bestellt hat. Dann aber ist die hochpreisige Ware bereits im Besitz der Betrüger, die Lieferanten bleiben auf ihren Rechnungen sitzen.

    Polizei stellt Betrügern eine Falle

    Um die Betrüger dingfest zu machen, stellten die Coburger Beamten den Verdächtigen zusammen mit der Kripo Düsseldorf eine Falle. Ein Testpaket wurde an einen Lagerort in Düsseldorf versandt. Bei der Abholung konnten die Einsatzkräfte zunächst zwei rumänische Männer festnehmen, später erfolgte noch die Festnahme eines dritten Verdächtigen. Die Beschuldigten sind zwischen 22 und 37 Jahre alt und sitzen mittlerweile in bayerischen Gefängnissen in Untersuchungshaft.

    Großes Ausmaß an kriminellen Machenschaften

    Im Zuge der Ermittlungen gerieten auch weitere Personen ins Visier der Kriminalpolizei. "Zahlreiche Firmen im gesamten Bundesgebiet waren der professionell agierenden Bande teilweise mehrfach zum Opfer gefallen", so die Beamten.

    Im Februar dieses Jahres hatten die Kriminalpolizei und die Staatsanwaltschaft Coburg die Ermittlungen aufgenommen, weil die Betrüger bei einer Firma in Lichtenfels Tablets mit einem Wert im fünfstelligen Eurobereich bestellt hatten. Das geschädigte Unternehmen schaltete daraufhin die Polizei ein.