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Coburg will Standort für Hebammenausbildung werden | BR24

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Die Hochschule Coburg will Standort für die akademische Hebammenausbildung werden. Dadurch werde ein weißer Fleck auf der oberfränkischen Landkarte geschlossen.

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Coburg will Standort für Hebammenausbildung werden

Die Hochschule Coburg will Standort für die akademische Hebammenausbildung werden. Das hat die Hochschulleitung am Montagabend auf einer Pressekonferenz bekannt gegeben.

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Christiane Fritze, die Präsidentin der Hochschule, sagte dem Bayerischen Rundfunk, die Hochschule wolle wachsen und gleichzeitig den Versorgungsbedarf decken. Man habe im Bereich der Hebammen- und der pflegewissenschaftlichen Ausbildung in Oberfranken einen weißen Fleck auf der Landkarte. Die Hochschule bringe Kompetenzen mit und sei gerne bereit, diesen weißen Fleck zu schließen, so die Präsidentin weiter.

Politik unterstützt Hochschulpläne

Unterstützung bekommt die Hochschule bei ihren Plänen auch aus der Politik: Der Landtagsabgeordnete Martin Mittag (CSU) sagte, der Standort Coburg biete alles, was dafür notwendig sei. Neben finanziellen Mitteln gebe es auch ein großes Netzwerk zwischen der Hochschule, der Wirtschaft und der medizinischen Versorgung. Als Beispiel nannte er die Regiomed Kliniken. Die Hochschule könne somit ein toller Standort für die Ausbildung von Hebammen sein.

Staatsregierung muss über Standorte entscheiden

Bislang sind München, Landshut und Regensburg als Ausbildungsstandorte gesetzt. Von der Bundestagsabgeordneten Emmi Zeulner (CSU) heißt es, Franken sei noch außen vor, deshalb müsse man mit Hochdruck daran arbeiten, dass die Ausbildung in Coburg stattfinden kann. Die Bayerische Staatsregierung will laut dem Landtagsabgeordneten Mittag spätestens nach der Sommerpause über die weiteren Standorte für die Hebammenausbildung entscheiden.

Hebammenreformgesetz

Das Bundesgesundheitsministerium hatte im Juni ein Hebammenreformgesetz auf den Weg gebracht. Es sieht vor, dass angehende Hebammen in Zukunft in einem dualen Studium mit Praxisanteil ausgebildet werden sollen. Mit dem Gesetz wird auch eine EU-Richtlinie umgesetzt. Nach dieser muss die Ausbildung spätestens bis Januar 2020 reformiert werden. Laut Gesundheitsministerium soll das Gesetz Anfang Januar in Kraft treten, falls der Bundesrat zustimmt.