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Da in der Region Coburg die Impfquote in Arztpraxen vergleichsweise niedrig ist, wird Impfstoff aus einem Sonderkontingent bereit gestellt.

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    Coburg erhält Corona-Impfstoff aus Sonderkontingent Mitte Mai

    In Coburg sollen bald 3.200 zusätzliche Corona-Impfdosen des Herstellers Johnson & Johnson ankommen. Der Impfstoff stammt aus dem Sonderkontingent, das das Gesundheitsministerium für Regionen mit niedriger Impfquote in Arztpraxen angekündigt hatte.

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    Von
    • Richard Padberg

    Stadt und Landkreis Coburg haben Informationen zum Sonderkontingent-Impfstoff aus dem bayerischen Gesundheitsministerium veröffentlicht. Demnach sollen bereits Mitte Mai 3.200 Dosen des Impfstoffs des Herstellers Johnson & Johnson im gemeinsamen Impfzentrum von Stadt und Landkreis Coburg eintreffen. Zuvor hatte die Gesundheitsministerkonferenz die Priorisierung für diesen Impfstoff aufgehoben.

    Nur eine Impfung für Immunisierung notwendig

    Der Vorteil dieses Impfstoffs sei, dass nur eine Impfung nötig sei, um nach zwei Wochen eine vollständige Immunisierung zu erreichen, heißt es weiter. Personen, die mit diesem Impfstoff geimpft werden, könnten bereits nach zwei Wochen die Erleichterungen für vollständig Geimpfte in Anspruch nehmen.

    Sonderkontingent für Regionen mit niedriger Impfquote

    Am Mittwoch hatte das Ministerium zusätzliche Impfdosen für 22 Regionen in Bayern mit niedriger Impfquote in Arztpraxen angekündigt. Aktuelle Zahlen zur Impfung in Bayern finden Sie hier. Die Vergabe des zusätzlichen Impfstoffs erfolge entsprechend der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) in erster Linie an Personen über 60 Jahren, die in Stadt und Landkreis Coburg wohnhaft sind. Zudem soll der Impfstoff vor allem bei Risikogruppen zum Einsatz kommen, die schwer erreichbar sind oder bei denen es schwer ist, zuverlässig einen zweiten Impftermin zu vereinbaren.

    Registrierung für Zusatz-Impfstoff läuft bereits

    Um eine Impfung aus diesem Sonderkontingent zu erhalten, ist eine Registrierung mit anschließender fester Terminvergabe zwingend notwendig. Ab sofort sei eine Anmeldung über ein Online-Formular auf der Website des Landkreises möglich. Zusätzlich müssen sich Interessierte, sofern noch nicht geschehen, online im Bayerischen Impfportal anmelden. Registrierte Personen erhalten dann einen Anruf zur Terminvereinbarung, solange freie Termine vorhanden sind, heißt es weiter. Wer keine Möglichkeit zur Online-Registrierung hat, kann ab Montag telefonisch unter 09561/7334730 einen Termin für die Sonderimpfungen vereinbaren.

    In Coburg hat man das "Eingesperrt-Sein" satt

    Coburgs Oberbürgermeister Dominik Sauerteig (SPD) hofft, dass man mit dem Sonderkontingent endlich auf dem Weg zur Öffnung von Handel, Gastronomie und Kultur sei.

    "Wir alle haben das Eingesperrt-Sein satt.  Es war nicht hinnehmbar, dass Coburg Stadt und Land bei den Impfungen benachteiligt waren, aber zugleich vom Freistaat Verschärfungen der Corona-Regeln in der Stadt gefordert wurden." Dominik Sauerteig (SPD), Oberbürgermeister

    Dieser Schiefstand sei durch das Sonderkontingent etwas zurechtgerückt worden. Bereits Anfang des Jahres hatte Sauerteig das Corona-Krisenmanagement der Staatsregierung öffentlich kritisiert.

    Von Coburgs Landrat Sebastian Straubel (CSU) heißt es, je mehr Impfstoff man habe, umso schneller könne man die Bürgerinnen und Bürger in der Region schützen und damit hoffentlich bald wieder zu einem normaleren Alltag zurückkehren.

    Coburgs Oberbürgermeister Sauerteig, Landrat Straubel und weitere Politiker aus der Region hatten in der vergangenen Woche in einem gemeinsamen Schreiben an das Gesundheitsministerium mehr Impfstoff für die Region gefordert.

    Inzidenzwert sinkt in der Region

    Der 7-Tage-Inzidenzwert für die Stadt Coburg ist nach den Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) gesunken, er liegt am Donnerstag bei 256. Das ist der höchste Wert in Deutschland. Der Inzidenzwert im Landkreis Coburg ist nach Angaben des RKI auf 226 gesunken.

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