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CO2-Ausstoß im Allgäu soll bis 2050 drastisch sinken | BR24

© BR/Viktoria Wagensommer

Ehrgeiziges Ziel im Allgäu: Die Region will in den kommenden Jahren noch stärker auf erneuerbare Energien setzen. Bis 2050 soll der CO2-Ausstoß um 95 Prozent gesenkt werden.

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CO2-Ausstoß im Allgäu soll bis 2050 drastisch sinken

Ehrgeiziges Ziel im Allgäu: Die Region will in den kommenden Jahren noch stärker auf Erneuerbare Energien setzen. Bis 2050 soll der CO2-Ausstoß um 95 Prozent gesenkt werden.

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Die Allgäu GmbH will den CO2-Ausstoß bis 2050 um 95 Prozent senken – und zwar in der gesamten Region, sprich: in den Landkreisen Lindau, Oberallgäu, Ostallgäu und Unterallgäu sowie in den kreisfreien Städten Kaufbeuren, Kempten und Memmingen. Dass das möglich ist, zeigt eine Studie des Energie- und Umweltzentrums Allgäu (eza), die jetzt in Sonthofen vorgestellt wurde. "Aber wir müssen entsprechend viel machen", räumte eza-Chef Martin Sambale ein, etwa die Effizienz steigern und den Bedarf reduzieren.

Strom: 52 Prozent aus erneuerbaren Energien

Für die Studie hat das eza die Entwicklung zwischen 2011 und 2016 unter die Lupe genommen. In diesem Zeitraum sei der Anteil der Erneuerbaren Energien im Bereich Strom bereits von 38 auf 52 Prozent gestiegen. Der bayerische Durchschnitt liegt bei 44 Prozent.

Beim Energieverbrauch im Bereich Wärme sieht eza-Chef Sambale große Einsparpotentiale. Hier beträgt der Anteil der Erneuerbaren Energien bislang nur 20 Prozent.

Hausbesitzer sollen Solarstrom nutzen

Nun sollen die Privatleute und Unternehmen im gesamten Bereich der Allgäu GmbH zum Handeln motiviert werden, so Sambale. Geplant ist, dass sie Informationen über Erneuerbare Energien bekommen. Zum Beispiel sei für den privaten Hausbesitzer der Solarstrom vom eigenen Dach "der billigste Strom, den er haben kann".

Landrat Klotz ruft zum Handeln auf

Der Oberallgäuer Landrat Anton Klotz sieht akuten Handlungsbedarf: "Sonst versäumen wir die Zukunft", sagte Klotz dem BR. "Wir dürfen nicht nur darüber reden, dass der Klimawandel mittlerweile eingetreten ist, sondern wir müssen vor Ort handeln.“

Er sieht im Allgäu bessere Voraussetzungen dafür, Erneuerbare Energien zu nutzen, als in Ballungsräumen: "Wir haben insbesondere was die Sonnenstromerzeugung angeht, gute Möglichkeiten auf unseren Dächern. Wir haben sehr sonnenreiche Jahre", so Klotz.

Leitbild fasst Ziele zusammen

Die Ziele in Punkto CO2-Reduktion und Ausbau der erneuerbaren Energien hat die Allgäu GmbH in einem Leitbild zusammengefasst. "Das Allgäu will Vorreiter im Klimaschutz sein und arbeitet deshalb auch engagiert mit, um das Pariser Klimaschutzabkommen mit Leben zu erfüllen", heißt es in dem Papier. Bei der Umsetzung der Pläne sollen auch stets die Versorgungssicherheit und die Bezahlbarkeit gewährleistet bleiben.