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Für viele beginnt mit Aschermittwoch die Fastenzeit bis Ostern. Neben Lebensmitteln kann genauso gut auch CO2 eingespart werden. Die diesjährige Fasten-Challenge in der Metropolregion Nürnberg soll zeigen, wie Verzicht sogar Spaß machen kann.

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CO2-Fasten-Challenge: Verzichten für das Klima

Heute beginnt die Fastenzeit. Viele Menschen verzichten bis Ostern auf geliebte Gewohnheiten. Wer sich für ein besseres Klima einsetzen will, kann an der CO2-Fasten-Challenge der Metropolregion Nürnberg teilnehmen.

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Von
  • Tobias Burkert

Voller Einsatz für den Klimaschutz, das liegt im Trend. Auch Louisa Gress will mitmachen. Die 28-jährige Geografin ist von Haus aus neugierig und scheut die Herausforderung nicht. Die Nürnbergerin versucht generell, ihren Alltag möglichst nachhaltig zu gestalten. Die CO2-Fasten-Challenge der Metropolregion Nürnberg ist eine spielerische Variante des Klimaschutzes gemäß dem Motto: "Wenn jeder ein bisschen was tut, profitieren alle davon".

40 Challenges

Wer bei der CO2-Challenge mitmachen will, meldet sich auf der Internetseite der Metropolregion Nürnberg an. Dann wird er quasi digital an die Hand genommen, um seinen CO2-Ausstoß in den kommenden 40 Tagen zu verbessern. Jeden Tag gibt es eine neue, meist leicht zu bewältigende Aufgabe. Welche Challenge an welchem Tag dran ist, erfahren die Teilnehmer immer erst am jeweiligen Tag.

Louisa Gress versüßt sich den Feierabend für gewöhnlich mit dem Seriengucken auf diversen Streaming-Plattformen. Eine der Aufgaben der CO2-Challenge: Verzicht auf solche Angebote. Das wird mir echt schwer fallen, so Louisa Gress, aber sie findet es eine richtig gute Idee, immerhin stünden die meisten Server solcher Streaming-Dienstleister im Ausland, meist in den USA, und verbrauchten enorm viel Strom, was weltweit eine ungeheure CO2-Last bedeute. Auch Kleinvieh mache Mist und so werde der Fernseher zumindest in der Fastenzeit gegen ein gutes Buch eingetauscht.

Richtiges Lüften und Wasser aus dem Hahn

Wer zum Beispiel effektiv Heizen wolle, der sollte auch ans richtige Lüften denken. Kurzes Stoßlüften mittels mehrerer vollständig geöffneter Fenster sorge für mehr Luftaustausch als nur ein Fenster längere Zeit gekippt zu lassen. Das seien nicht unbedingt neue Weisheiten, sagt Katharina Funk, Klimamanagerin der Stadt Erlangen, aber im Alltag gerieten solche Selbstverständlichkeiten manchmal in Vergessenheit.

Funk ist eine der rund 40 Klimamanager der Metropolregion Nürnberg, die die CO2-Challenge organisieren. Dieses Jahr erhoffe man sich rege Beteiligung an der Fasten-Challenge, vieles ließe sich eben auch im Homeoffice gut lösen. Dazu gehöre auch das Wasser trinken aus dem Hahn, in Deutschland absolut unbedenklich. Das mache die Autofahrt zum Getränkemarkt überflüssig und die Produktion von zum Beispiel PET Flaschen sowieso.

Waschmittel punktgenau dosieren

Waschmittel nicht einfach nach Gutdünken in den Schub oder die Trommel geben, sondern auf den Härtegrad des jeweiligen Wassers vor Ort abstimmen, eine weitere Aufgabe der Fasten-Challenge. Ist der PH-Wert des Wassers beispielsweise niedrig, brauche es auch weniger Waschmittel, so Klimamanagerin Katharina Funk. Die Beschreibung dazu finde sich auf fast jeder herkömmlichen Waschmittelverpackung.

Es seien oft Kleinigkeiten, die in der Masse aber etwas verbessern könnten und wenn die CO2-Fasten-Challenge der Metropolregion Nürnberg die Menschen auch nur zum Nachdenken über den eigenen CO2-Fußabdruck bewege, sei das Ziel schon erreicht.

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