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In Regionen mit einer Inzidenz über 100 braucht es zum Einkaufen nicht nur einen Termin sondern auch einen negativen Corona-Test.

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    Click & Meet mit negativem Corona-Test: Das müssen Sie wissen

    In vielen Landkreisen und Städten ist einkaufen im Einzelhandel, auf Grund der Corona-Inzidenz, nur mit Termin möglich. Liegt die Inzidenz zwischen 100 und 200 müssen Kunden zusätzlich einen negativen Corona-Test vorweisen.

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    Von
    • Judith Hilebrand

    Einkaufen im Einzelhandel ist seit Anfang März wieder möglich, die Inzidenz spielt aber eine entscheidende Rolle: Liegt der Inzidenzwert in der jeweiligen Region unter 50, ist es allen Geschäften erlaubt zu öffnen. Bei einem Inzidenzwert zwischen 50 und 100 kann man mit vorheriger Terminvereinbarung einkaufen.

    Was seit dem 12. April anders ist: Die sogenannten "Click & Meet"- Angebote sind auch bei Werten zwischen 100 und 200 erlaubt. Bedingung hierfür ist aber ein aktueller negativer Corona-Test. Konkret muss dann ein maximal 48 Stunden alter PCR-Test oder ein maximal 24 Stunden alter Schnelltest vorgelegt werden. Bei Werten über 200 ist nur "Click & Collect" erlaubt.

    Wie funktioniert "Click & Meet mit Test"?

    Liegt die Inzidenz also an drei aufeinanderfolgenden Tagen zwischen 100 und 200, gilt ab dem zweiten darauffolgenden Tag: Zu "Click & Meet" kommt zwingend ein "Test" hinzu. Ein Beispiel: Überschreitet eine kreisfreie Stadt oder ein Landkreis am Montag die 100er Marke (und bleibt dort auch am Dienstag und Mittwoch), dann gelten von Freitag an die schärferen Regeln.

    Kunden dürfen nur in den Laden, wenn sie ein negatives Corona-Testergebnis vorweisen können. Zulässig sind ein vor höchstens 24 Stunden vorgenommenen POC-Antigentest (oft auch Bürgertest genannt, den es in Schnelltestzentren oder Apotheken gibt) oder ein Selbsttest unter Aufsicht, etwa vor dem Laden. Zu Hause durchgeführte Selbsttests zählen nicht. Ebenso zulässig ist ein vor höchstens 48 Stunden vorgenommener PCR-Test. Ansonsten gelten die oben genannten Regeln von "Click & Meet". Ob die Selbsttests von den Läden bereitgestellt werden oder von den Kunden mitgebracht werden müssen, legen die Läden fest.

    Selbsttest unter Aufsicht gilt nur für einen Laden

    Es wird an einer Lösung gearbeitet, Selbsttests mit digitalem Testnachweis zu kombinieren, um auch das Betreten anderer Ladengeschäfte zu ermöglichen. Bislang berechtigt der Selbsttest unter Aufsicht daher nur das Betreten des jeweiligen Ladens, vor dem der Selbsttest durchgeführt wurde.

    Kein Test nötig für Friseure, Apotheken und Lebensmittelläden

    Für alle Läden, die inzidenzunabhängig geöffnet sind, sind dagegen nach wie vor weder Termin noch Test nötig. Das betrifft zum Beispiel Lebensmittelläden und Drogerien. Auch Friseure und nicht-medizinische Fuß-, Hand-, Nagel- und Gesichtspflegestudios bleiben geöffnet.

    Kinder unter sechs Jahren brauchen keinen Testnachweis

    Getestet werden können mit POC-Antigentests laut Verordnung grundsätzlich alle Personen, unabhängig vom Alter. Bei Kleinkindern sei darauf zu achten, dass nur Rachenabstriche vorgenommen werden und die Abstriche ausschließlich von ausreichend geschultem Personal vorgenommen werden. Gegebenenfalls sollte dabei die Einverständniserklärung der Eltern für die Durchführung bei Kleinkindern schriftlich eingeholt werden.

    Verpflichtend ist ein negativer Testnachweis erst ab dem 6. Geburtstag eines Kindes, das bestätigte uns das bayerische Gesundheitsministerium am Donnerstag (15.4.). Kinder unter 6 Jahren benötigen einen solchen nicht.

    Können dabei auch Testergebnisse zum Einsatz kommen, die die Kinder beispielsweise in der Schule gemacht haben? Eine Ministeriumssprecherin verneint dies gegenüber BR24: "Der Selbsttest ist nur für den Laden gültig, bei dem der Test durchgeführt wurde. Bei einem Besuch eines weiteren Geschäfts muss ein neuer Selbsttest unter Aufsicht vor Ort gemacht werden. Ein Selbsttest der vor dem Einkaufen (z. B. Zuhause oder in der Schule) durchgeführt wurde und nicht unter Aufsicht des Betreibers des Ladengeschäfts erfolgte, ist dementsprechend nicht für den Eintritt in das Ladengeschäft geeignet." Perspektivisch kämen auch Selbsttests kombiniert mit einem digitalen Testnachweis in Betracht. Eine digitale Nachweislösung befinde sich in Vorbereitung, so die Sprecherin.

    [Hinweis: Nach der Antwort vom Staatsministerium für Gesundheit und Pflege haben wir den Artikel am 15.4. um 15 Uhr ergänzt.]

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