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"Click & Collect" in der Oberpfalz: Tropfen auf dem heißen Stein | BR24

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Dass jetzt Einkaufen per "Click & Collect" erlaubt ist, hilft dem ein oder anderen Unternehmen, nach den Ausfällen durch den Lockdown dringend benötigte Einnahmen zu generieren. Allerdings gibt es unterschiedliche Wege, wie zwei Beispiele zeigen.

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"Click & Collect" in der Oberpfalz: Tropfen auf dem heißen Stein

Dass jetzt Einkaufen per "Click & Collect" erlaubt ist, hilft dem ein oder anderen Unternehmen, nach den Ausfällen durch den Lockdown dringend benötigte Einnahmen zu generieren. Allerdings gibt es unterschiedliche Wege, wie zwei Beispiele zeigen.

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Von
  • Andreas Wenleder
  • Rudolf Heinz

Aufgrund des Corona-Lockdowns herrscht in den Abteilungen des Modehauses "Frey" am Marktplatz in Cham gähnende Leere. Ganz anders sieht es dagegen im Keller aus. Dort sind etliche Mitarbeiter damit beschäftigt, über 200 Online-Bestellungen vom Wochenende zu bearbeiten.

Online-Shops schon vor Jahren ausgebaut

Lothar Rödel, verantwortlich für die Modehäuser der Frey-Gruppe, ist froh, dass man endlich "Click & Collect" anbieten kann. Und man ist vorbereitet: "Wir haben uns schon vor vielen Jahren auf den Weg gemacht, unsere Online-Präsenz auszubauen. Wir haben Online eine Digitalisierungsquote von fast 60 Prozent. Das heißt, fast 60 Prozent unserer stationären Artikel findet man bereits im Online-Shop."

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Lothar Rödel in den Verkaufsräumen des Modehauses "Frey" in Cham

"Frey" registriert minus von 60 Prozent beim Umsatz

Nicht nur im Online-Shop können bei "Frey" Bestellungen aufgegeben werden, sondern auch per Telefon und seit Kurzem auch per WhatsApp. Den Termin der Abholung kann sich der Kunde selbst aussuchen. Er muss dann nur am Haupteingang des Kaufhauses klingeln und schon wird die Bestellung vor die Türe gebracht.

Click & Collect ist für "Frey" aber nur der sprichwörtliche Tropfen auf den heißen Stein. Laut Lothar Rödel fallen trotzdem gut 60 Prozent des normalen Umsatzes weg. Hinzu kommt, dass derzeit noch viel Winterware in den Kaufhäusern liegt und die neue Frühjahrskollektion in den kommenden Tagen schon geliefert wird. Rödel ist sich sicher, dass es deshalb zu einem heftigen Preiskampf im Winterschlussverkauf kommt.

"Click & Collect" auch beim Möbelriesen Ikea in Regensburg

In der Ikea-Filiale in Regensburg haben schon am ersten Vormittag Menschen die ab heute erlaubte Einkaufsmöglichkeit "Click and Collect" genutzt. Die Zahl der Kunden blieb aber überschaubar. Ein Ansturm und Warteschlangen waren nicht zu verzeichnen.

Bei Möbelhäusern wie Ikea kann online bestellte Ware ab heute auch in den Filialen abgeholt werden. Wer in der Regensburger Filiale des schwedischen Möbelkonzerns den Service nutzen will, kann sich beim Online-Bestellvorgang ein Zeitfenster aussuchen, in dem er die Möbel abholen kann. Die Ware liegt dann zusammengestellt auf Rollwagen bereit. Allerdings ist ein Vorlauf von zwei Tagen notwendig. Wer heute bestellt, kann seine Ware frühestens am Mittwoch abholen. Zudem kostet der Service die Kunden zehn Euro.

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